Archiv der Kategorie 'Veranstaltungen der extremen Rechten'

„Kraftschlag“ löst sich auf

Quelle: Blick nach Rechts

29.03.2018 – Die Rechtsrock-Band „Kraftschlag“ gilt als international bekannteste Band in der „White Power-Szene“. Nach 30 Jahren soll jetzt Schluss sein.

30 Jahre nach ihrer Gründung will sich die norddeutsche Rechtsrock-Band „Kraftschlag“ auflösen. Das teilte der Gründer und Sänger der Band, Jens-Uwe Arpe, jetzt mit. Er kündigte aber an, dass die Band vor der Auflösung noch einen Tonträger veröffentlichen werde. Außerdem werde man „selbstverständlich noch alle zugesagten Konzerte spielen“. Damit dürfte es mit dem angekündigten Auftritt im Juni beim zweitägigen Rechtsrock-Event „Tage der nationalen Bewegung“ im südthüringischen Themar das letzte Mal sein, dass „Kraftschlag“ die Bühne betritt. Im Mai ist noch ein Konzert in Schweden angekündigt.

Die 1989 in Itzehoe gegründete Formation gilt noch heute als eine der einflussreichsten und international bekanntesten Bands in der White-Power-Szene. Sie besitzt enge Verbindungen zu dem 2000 in Deutschland verbotenen „Blood&Honour“-Netzwerk und eine große Nähe zum rassistischen „Ku Klux Klan“ (KKK). In einem MDR-Beitrag machte Arpe aus seiner Nähe zum Nationalsozialismus keinen Hehl und erklärte: „Meine Ideale sind 1945 aufgehängt worden.“ Als seine drei Wünsche erläuterte er: „Deutschland in den Grenzen von 1937, (…) konsequente Ausländerrückführung, (…) wirklich ein Nationalstaat mit einer Volksgemeinschaft“.

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Prolligans auf Tauchstation?

Quelle: Allgäu Rechtsaussen

Für Ende Mai ist ein Konzert mit den Prolligans angekündigt. Der genaue Ort allerdings bleibt geheim. Das Vorgehen der vorgeblich unpolitischen Allgäuer Band ist aus der Neonaziszene bekannt.

Unter dem Titel »Oifach Oi! Teil II« sollen am 25. Mai 2018 die Prolligans als Headliner mit den Bombecks und Kotten auf einer Bühne irgendwo in Baden-Württemberg auftreten. Das geht aus einem Flyer hervor, den Allgäu ⇏ rechtsaußen heute veröffentlicht. Online soll die Information nicht verbreitet werden.

Nur wer Karten über eine offenbar speziell für das Event erstellte Emailadresse bestellt, erfährt Näheres zu dem genauen Veranstaltungsort. Damit wird nun nun eine Verfahrensweise auf das Konzert der Prolligans angewendet, die auch bei klassischen Neonazikonzerten verwendet wird, um örtliche Behörden im Dunkeln zu lassen und kritische Berichterstattung oder missliebigen Protest zu unterbinden.

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Siehe auch: „Oi“-Band im Visier der Behörden

Martialische NSBM-Klänge in Norditalien

Quelle: Blick nach Rechts

26.03.2018 – In der Nähe der norditalienischen Stadt Mailand soll am 7. April die siebte Auflage des „Hot Shower-Festivals“ stattfinden.

Fest etabliert hat sich im jährlichen Kalender der NS-Black Metal-Szene (NSBM) das „Hot Shower-Festival“ in der Nähe von Mailand. Die siebte Auflage findet unter dem Motto „Würstelmania Edition“ am 7. April statt. Mit dabei an dem Samstag sind auch zwei deutsche Bands.

Insgesamt werden bereits seit August des Vorjahres sieben Combos angekündigt. Dazu gehört die 2002 gegründete Band „Wodulf“ aus Griechenland. Eine weite Anreise aus Argentinien vor sich haben „Ulfhethnar“. Aus Russland stammen „Velimor“, die mit ihren unter anderem antisemitischen Titeln seit 2001 aktiv sind. 2015 veröffentlichten sie ihr mittlerweile drittes und bislang letztes Album. Aus Finnland vorgesehen sind „Vithran Werwolf“ und „Circle of Dawn“. Letztere wurden als Islamgegner und für ihre maskierten Auftritte bekannt. Aktuell sind die Finnen beim Label Darker Than Black gelistet, mit dem Hendrik Möbus von „Absurd“ international tätig ist.

Dessen Band „Absurd“ ist neuerdings auch wieder live unterwegs. Zuletzt noch im Dezember in Kiew auf der Bühne, ist nun der nächste Auftritt am 7. April für Norditalien geplant. Dabei kommen inzwischen auch andere Sessionmusiker zum Einsatz. Beim „Asgardsrei“-Festival in der ukrainischen Hauptstadt, benannt nach einem „Absurd“-Albumtitel, spielte beispielsweise Thomas Kosmas, Spitzname „Commando Wolf“, aus Griechenland den Bass. Er gehörte viele Jahre zur griechischen NSBM-Band „Der Stürmer“, mit der er sich zuletzt aber überworfen hatte.

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OSTRITZ IM APRIL: DER OFFEN MILITANTE TEIL DER NAZISZENE WIRD KOMMEN

Quelle: Rechts rockt nicht

Am 20. und 21. April 2018 findet in Ostritz das neonazistische Hassfestival Schild und Schwert statt. Erwartet werden mehrere tausend Nazis, um gemeinsam ihrer völkisch-nationalistischen Ideologie zu frönen. Das Spektrum das hier mobilisiert wird ist überaus gewaltaffin und -suchend. Das zeigt sich schon im Programm:

Mit „Kategorie C“ spielt eine Band, die besonders in Hooligankreisen eine große Anhängerschaft hat. Hannes Ostendorf, Sänger von Kategorie C, trat etwa im Oktober 2014 in Köln bei der von Ausschreitungen überschatteten „Hooligans gegen Salafisten“-Demonstration auf.

Ebenfalls angekündigt ist „Oidoxie“. Die Band propagiert in ihren Texten „Leaderless Resistance“ (führerloser Widerstand) und „Race War“ (Rassenkrieg), auf Konzerten warben sie für die Terrorgruppe „Combat 18“, die für eine Vielzahl von Anschlägen verantwortlich gemacht wird und der bewaffnete Arm der der in Deutschland verbotenen Vereinigung „Blood & Honour“ ist.

Die Band Lunikoff Verschwörung ist das Nachfolgeprojekt der als kriminelle Vereinigung eingestuften Rechtsrockcombo Landser. Sänger in beiden Bands war und ist Michael Regener. Er ist unter anderem Gründungsmitglied der Nazigruppierung „Vandalen – Ariogermanische Kampfgemeinschaft“, die ihr Auftreten an die Rockersubkultur anlehnen. Ein bekanntes Mitglied dieser Gruppierung war der Polizistenmörder Kay Diesner.

Teil des Festivals ist ein Kampfsportevent, der von den Machern des „Kampfs der Nibelungen“ organisiert wird. Hinter dem Kampf der Nibelungen verbirgt sich eines der großen europäischen, offen nazistischen Kampfsportevents. Verbindendes Ziel der Kämpfer ist die Vorbereitung auf einen „Endkampf der Kulturen“, den sie in Zukunft auf die Straße tragen wollen. Propagiert wird, wie schon im Nationalsozialismus, ein Idealbild soldatischer Männlichkeit und Herrenmenschentum. Gezielt sollen damit Hooligans und Rocker an die Naziszene angebunden werden.

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Wetzlar verbietet Rechtsrock-Konzert

Quelle: Frankfurter Rundschau

Die NPD plant am Samstag in Wetzlar ein Neonazi-Konzert mit den Bands „Oidoxie“ und „Kategorie C“. Die Stadt hat die Auftritte jetzt untersagt.

Die Stadt Wetzlar will den Auftritt mehrerer Rechtsrock-Bands bei einer für Samstag geplanten Veranstaltung der hessischen NPD in der lokalen Stadthalle verhindern. Man habe der NPD eine entsprechende Untersagungsverfügung geschickt, die den Auftritt der Musikgruppen verbiete, sagte Eckhard Nickig, Pressesprecher der Stadt, der Frankfurter Rundschau.

Zur Begründung hieß es, die Stadt sehe sich von der NPD getäuscht: Die rechtsextreme Partei habe eine Wahlkampfveranstaltung zur hessischen Landtagswahl im Oktober angekündigt, plane aber offensichtlich ein kommerzielles Rechtsrock-Konzert. Für Donnerstag werde eine Anhörung der NPD zu der Untersagungsverfügung angesetzt, sagte Nickig. Die Stadt stelle sich darauf ein, dass die Partei gegen die Verfügung klagen werde. Derzeit gebe es keinen unterzeichneten Mietvertrag für die Stadthalle.

Am kommenden Samstag plant die NPD unter dem Motto „Familie – Heimat – Nation“ ab 14 Uhr eine Saalveranstaltung in der Stadthalle Wetzlar, angekündigt ist sie als Auftakt zum Landtagswahlkampf. Dabei sollen unter anderem bekannte rechtsextreme Redner wie Michael Brück von der Neonazipartei „Die Rechte“ aus Dortmund, der Berliner NPD-Kader Sebastian Schmidtke und der Neonazi Sven Skoda sprechen. Da die Stadt sich zunächst geweigert hatte, ihre Stadthalle zur Verfügung zu stellen, hatte die NPD das Recht auf deren Nutzung im Februar vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel erstritten.

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Braune Events im „Goldenen Löwen“

Quelle: Der Blick nach Rechts

In den Räumlichkeiten des Neonazis Tommy Frenck in Kloster Veßra in Südthüringen sind für April zwei Musikveranstaltungen sowie ein Vortragsabend angekündigt

Der Neonazi Tommy Frenck nutzt sein Gasthaus „Goldener Löwe“ in Kloster Veßra (Landkreis Hildburghausen) weiterhin kontinuierlich, um rechte Veranstaltungen anzubieten. Als nächsten Termin hat er sich einen Balladenabend mit dem Berliner Rechtsrock-Musiker Michael Regener („Lunikoff“) am 3. April ausgeguckt. „Lunikoff“ soll dabei im Rahmen einer behördlich angemeldeten Kundgebung aufspielen. Dabei geht es Frenck darum, noch einmal auf seine Kandidatur für die Landratswahl am 15. April aufmerksam zu machen. Regeners Interesse dürfte vornehmlich dem Verkauf seines neuen Doppel-Albums dienen.

Nur wenige Tage später, am 7. April ,soll dann es in Frencks Räumlichkeiten einen Vortrag mit Olaf Rose über den Tod von Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß am 17. August 1987 im Kriegsverbrechergefängnis Berlin-Spandau geben. In der rechtsextremen Szene wird der Suizid vom ersten Tag an in Abrede gestellt und Heß mit verschwörerischer Energie zum Märtyrer hochstilisiert. Rose ist seit vielen Jahren hochrangiger NPD-Politiker. 2014 stand er bei den Europawahlen hinter Udo Voigt auf Listenplatz 2 der NPD-Liste. Über Heß veröffentlichte er 2004 zusammen mit Michael Vogt einen Dokumentarfilm unter dem Namen „Geheimakte Heß“, der auch den Selbstmord von Heß hinter den Gefängnismauern in Frage stellt.

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Wetzlar verbietet Rechtsrock-Konzert

Quelle: Frankfurter Rundschau

Die NPD plant am Samstag in Wetzlar ein Neonazi-Konzert mit den Bands „Oidoxie“ und „Kategorie C“. Die Stadt hat die Auftritte jetzt untersagt.

Die Stadt Wetzlar will den Auftritt mehrerer Rechtsrock-Bands bei einer für Samstag geplanten Veranstaltung der hessischen NPD in der lokalen Stadthalle verhindern. Man habe der NPD eine entsprechende Untersagungsverfügung geschickt, die den Auftritt der Musikgruppen verbiete, sagte Eckhard Nickig, Pressesprecher der Stadt, der Frankfurter Rundschau.

Zur Begründung hieß es, die Stadt sehe sich von der NPD getäuscht: Die rechtsextreme Partei habe eine Wahlkampfveranstaltung zur hessischen Landtagswahl im Oktober angekündigt, plane aber offensichtlich ein kommerzielles Rechtsrock-Konzert. Für Donnerstag werde eine Anhörung der NPD zu der Untersagungsverfügung angesetzt, sagte Nickig. Die Stadt stelle sich darauf ein, dass die Partei gegen die Verfügung klagen werde. Derzeit gebe es keinen unterzeichneten Mietvertrag für die Stadthalle.

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Rechtsrock-Konzert in Themar verboten

Quelle: Spiegel Online

Thüringen gilt als Eldorado für Rechtsrock-Konzerte – besonders die Stadt Themar. Ein geplanter Gig wurde nun verboten. Der Grund: die Brut und Aufzucht streng geschützter Vögel am Veranstaltungsort.

Anfang Juni sollte es wieder soweit sein: Skinheads und Neonazis wollten in dem beschaulichen thüringischen Themar ein Rechtsrock-Konzert veranstalten. Aber daraus wird nun nichts. Der Gig wurde verboten.

Als Grund nannte das Landratsamt in Hildburghausen am Montag die Brut und Aufzucht streng geschützter Vögel am Veranstaltungsort.

Die von einem Antragsteller aus Berlin angemeldete Versammlung sollte auf demselben Gelände stattfinden wie mehrere große Open-Air-Konzerte im vergangenen Jahr, sagte Landrat Thomas Müller (CDU). Zu dieser Zeit brüteten dort jedoch noch mehrere streng geschützte Vogelarten, die auch bei der Aufzucht der Jungen erheblich gestört würden.

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Siehe auch:
Themar: Wegen dieser Vögel ist Deutschlands größtes Rechtsrock-Event verboten

Streit um Rechtsrock-Auftritt

Quelle: Blick nach Rechts

19.03.2018 – Für den 6. April ist im saarländischen Sulzbach ein Konzert mit der Bremer Hoolband „Kategorie C“ geplant. Als Redner ist neben anderen niederländische Pegida-Vertreter Edwin Wagensveld angekündigt. Die Stadt will die Veranstaltung verhindern.

Die seit dem Vorjahr in Erscheinung getretene selbst ernannte Bürgerinitiative „Sulzbach wehrt sich“ kündigt für den 6. April ein Balladenkonzert der rechtsextremen Hooligan-Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ an. Die Verwaltungsspitze der saarländischen Stadt will dies nun unbedingt verhindern. Es läuft alles auf einen Rechtsstreit hinaus.

Das Konzert an dem Freitag soll im städtischen Salzbrunnenhaus, das von der Volkshochschule verwaltet wird, stattfinden. Dazu liegt der rechtsgerichteten und fremdenfeindlichen Initiative um Wortführer Alexander Flätgen ein Vertrag vor, den die Stadt nun wieder mit der Begründung der arglistigen Täuschung aufgekündigt hat. Antragsteller Flätgen, der nach eigenen Angaben früher ein NPD-Parteibuch besaß, hatte bei der Anfrage nach dem Veranstaltungszentrum am 19. Februar laut städtischer Darstellung zu keinem Zeitpunkt von einem geplanten Konzert gesprochen. Dieser Aussage widerspricht Flätgen, der sich nun juristisch gegen die Kündigung wehren will.

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Neonazi-Event in Wetzlar

Für den 24. März 2018 hat die NPD Hessen die Stadthalle in Wetzlar angemietet. Gegen die Anmietung versuchte die Stadt in den vergangenen Wochen vergeblich gerichtlich vorzugehen. Nach dem alle Rechtsmittel ausgeschöpft waren, veröffentlichte die NPD das Programm für die Veranstaltung und wartet mit einem für Hessen beispiellosen Aufgebot an Bands und RednerInnen auf.

Obwohl das Ganze als Wahlkampfveranstaltung bezeichnet wird, liegt der Schwerpunkt des Neonazievents auf den angekündigten Konzert. Neben Oidoxie, Kategorie C und Flak werden Faust, Mortuary und der Neonazibarde F.I.E.L. – die krude Abkürzung steht für „Fremd im eigenen Land“ – spielen. Dabei handelt es sich um ein Setup welches in Neonazikreisen für einige Aufregung sorgen dürfte. Oidoxie, Kategorie C und Flak haben eine überregionale Bedeutung innerhalb der Szene, vor allem erstere sind eng mit militanten Strukturen wie „Combat 18“ verbunden und ziehen ein gewaltbereites Publikum mit Nähe zu neonazistischen Hooliganzusammenhängen. Oidoxie schrieb mit dem Song „Terrormachine“ eine Art Hymne für „Combat 18″, welches sich als bewaffneter Arm der in Deutschland verbotenen „Blood and Honour“-Netzwerk versteht. Zu dieser Szene kann auch deren Ordnergruppe „Oidoxie Streetfighting Crew“ gezählt werden, die möglicherweise nicht nur eine ideologische Nähe zum „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) hat.

Neben den genannten Bands sind RednerInnen aus dem ganzen Bundesgebiet angekündigt – etliche von ihnen sind seit Jahren und Jahrzehnten in der militanten Naziszene aktiv. Es werden die beiden NPD-Lokalpolitiker Daniel Lachmann – der als hessischer Spitzenkandidat für die Neonazipartei antritt – und der Wetzlarer NPD-Kader Thassilo Hantusch sprechen. Hantusch ist neben seinen Aktivitäten für die NPD und deren Jugendorganisation JN in den letzten Jahren immer wieder im Zusammenhang, mit den zum Teil gewalttätigen Aktionen des „Antikapitalistischen Kollektivs“ aufgefallen. Darüber hinaus sind überregionale NPD- und JN-RednerInnen, wie Sebastian Schmidtke (NPD Bundesparteivorstand und Aktivist der Freien Kameradschaftsszene), Ariane Meise (NPD-Landesvorstand NRW), Dominik Stürmer (Stellvertretender JN Bundesvorsitzender, Stellvertretender Landesvorsitzender der NPD-BaWü) und Christian Häger (JN Bundesvorsitzender) angekündigt. Häger war zuletzt im Prozess gegen das militante Aktionsbüro Mittelrhein angeklagt. Der Prozess stellt eines der größten Verfahren gegen eine Neonazi-Gruppe in der Nachkriegsgeschichte dar. Mit Michael Brück (Die Rechte – Dortmund) und Sven Skoda (Freie Kameradschaften) sind noch zwei Redner ohne NPD-Zugehörigkeit dabei. Brück ist, wie Skoda, Teil einer militanten Naziszene. Nachdem der „Nationale Widerstand Dortmund“ verboten wurde, ging dieser in „Die Rechten“ auf und Brück wurde dort stellvertretender NRW-Landesvorsitzender und sitzt für diese im Stadtrat von Dortmund. Zur militanten Szene gehören auch lokale Funktionäre und AktivistInnen die bei der Veranstaltung involviert sein werden. So sorgt zuletzt der lokale NPDler Lars Schulz für Aufsehen, als bei ihm wegen seiner Führungstätigkeit bei den Berserker Lahn-Dill eine Hausdurchsuchung stattfand. Schulz war bereits in die Organisation des Naziaufmarsches am 22.4.2017 in Wetzlar beteiligt.

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Kein Rechtsrock im Ilm-Kreis

Quelle: Blick nach Rechts

Anders als noch Anfang des Jahres befürchtet wird es im thüringischen Arnstadt nun wohl doch nicht zu einem größeren Rechtsrock-Event kommen. Eine entsprechende Anmeldung wurde jedenfalls zurückgezogen.

Anmelder war dem Vernehmen nach der Betreiber des Hotels „Erfurter Kreuz“ mit anhängendem Veranstaltungszentrum für 200 Personen aus Kirchheim. Er wollte nach Behördenangaben Ende Mai/Anfang Juni eigentlich ein großes Rechtsrock-Spektakel in Arnstadt ausrichten. Verbindlicher wurde diese Absichtserklärung dann allerdings nicht. Zum einen kam der vermeintliche Veranstalter Aufforderungen der Versammlungsbehörde nicht nach, einen genauen Ablaufplan vorzulegen, zum anderen wurde zu keinem Zeitpunkt konkret, welche Musik-Acts denn vorgesehen seien. Die Ordnungsbehörde vermutet, dass strenge Auflagen den potenziellen Veranstalter abgeschreckt haben. Die Anmeldung wurde jedenfalls zurückgezogen, wie das Landratsamt Ilm-Kreis jetzt bestätigte.

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Rechtsrock-Konzert für bis zu 5000 Teilnehmer in Arnstadt fällt aus

Quelle: Thüringer Allgemeine

Die im Mai und Juni 2018 in Arnstadt angemeldeten Rechtsrock-Konzerte mit geplant jeweils 5.000 Teilnehmern finden nicht statt, teilte das Thüringer Innenministerium mit.

Arnstadt. Der Veranstalter hat seine Anmeldungen am 10. März 2018 zurückgenommen. „Es ist eine gute Nachricht, dass ein geplantes großes Rechtsrock-Konzert in Thüringen abgesagt wurde. Das Landratsamt in Arnstadt hat frühzeitig mit dem Innenministerium Kontakt aufgenommen“, erklärte dazu Innenminister Georg Maier (SPD.

Im August 2017 hatte der Veranstalter laut Mitteilung für den 26. Mai und 2. Juni 2018 in Arnstadt eine Versammlung mit Musikdarbietungen und Redebeiträgen anmeldet. Die Anmeldung wurde am 10. März 2018 zurückgenommen. Der Rücknahme gingen mehrere Schreiben voraus, bei denen die Ämter die genaue Planung der Versammlung erfahren wollten. Der Veranstalter habe daraufhin nicht mehr kooperiert, heißt es.

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Sulzbach will Auftritt von Hooligan-Band verhindern

Quelle: SR

Die Stadt Sulzbach will den Auftritt der rechtsextremen Hooligan-Band „Kategorie C/Hungrige Wölfe“ im Salzbrunnenhaus am 6. April verhindern. Nach einer Krisensitzung mit dem Bürgermeister hat die Stadt nun einen Anwalt damit beauftragt, den Vertrag mit dem Veranstalter Alexander Flätgen fristlos wegen arglistiger Täuschung zu kündigen und anzufechten.

Im Februar habe man mit Flätgen einen Nutzungsvertrag für eine Vortragsveranstaltung im Salzbrunnenhaus geschlossen, teilte die Stadt mit. Dabei sei aber keine Rede von einem Konzert gewesen. Davon habe die Stadt erst letzte Woche erfahren. Man wolle zudem solche Veranstaltungen, insbesondere mit rechtsradikalen Bands, zukünftig mit einer Untersagungsverfügung verhindern.

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Siehe auch: Sulzbach erlaubt rechter Band „Kategorie C“ Auftritt im Salzbrunnenhaus

Hausherr will keine rechtsextreme Band

Quelle: Saarbrücker Zeitung

Sulzbach. Sulzbachs Rathauschef fühlt sich vom Antrag- steller arglistig getäuscht. Als der das städtische Salzbrunnenhaus mie- tete, sei keine Rede vom Auftritt der vom Verfassungsschutz beäug- ten Gruppe Kategorie C gewesen.

Keine Scharfmacher, keine rechten Musiktöne auf Einladung der Bürgerinitiative „Sulzbach wehrt sich“ im Salzbrunenhaus: Das will Michael Adam (CDU) durchsetzen. Dafür hat der Bürgermeister einen Anwalt eingeschaltet, der den Benutzungsvertrag zwischen der rechtsgerichteten Bürgerbewegung und Stadt kündigen soll.

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Mit Rechtsrock in den Wahlkampf

Der „Blick nach Rechts“ berichtet:

In der Stadthalle Wetzlar soll am 24. März eine NPD-Veranstaltung mit Redebeiträgen und brauner Musik stattfinden.

Hessen wählt am 28. Oktober einen ein neuen Landtag. Die NPD setzt in ihrem Wahlkampf dabei auf Rechtsrock und hat dafür sogar juristisch gestritten. Am 24. März sind gleich mehrere Bands und Liedermacher der braunen Szene in der Stadthalle Wetzlar zu hören.

Vor dem Verwaltungsgericht Gießen und der Folgeinstanz, dem Verwaltungsgerichtshof Kassel, erstritt sich die NPD das Recht auf eine Wahlkampfveranstaltung am 24. März in der Stadthalle von Wetzlar. Dass es sich dabei vorwiegend um ein Rechtsrock-Konzert handelt, sickerte erst vor wenigen Tagen durch. Um den Charakter einer Wahlveranstaltung mit dem Titel „Familie – Heimat – Nation“ zu wahren, sind allerdings diverse Redebeiträge vorgesehen. In Wetzlar stellt die rechtsextreme Partei gleich fünf Vertreter im Stadtparlament.

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Innenministerium: Drei Hofer Bands sind rechtsextrem

Quelle: Neue Presse

Fünf von zehn aktiven rechtsextremen Bands kommen aus Oberfranken – drei davon aus dem Raum Hof. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums hervor, die der Bayreuther SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Christoph Rabenstein bekommen hat.

1. Welche Rolle spielt die Musik in der Strategie der rechtsextremen Gruppierungen?

Dr. Christoph Rabenstein, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion zur Bekämpfung von Rechtsextremismus, spricht von der Einstiegsdroge in die Radikalität. Die Musik diene eben auch dazu, rechtsextremes und menschenverachtendes Gedankengut zu transportieren. „Musik ist in der Szene ein absolut wichtiges Ding“, bestätigt auch Martin Becher, Geschäftsführer der Projektstelle gegen Rechtsextremismus in Bad Alexandersbad im Landkreis Wunsiedel. Mit den Konzerten ermögliche
die rechtsextreme Szene den Besuchern nicht nur ein Gemeinschaftsgefühl, sondern auch ein Gefühl der Stärke. Becher sieht die Musik als wichtiges Medium in der Verbreitung der Ideologie.

2.Welche Bands gelten in Bayern als rechtsextrem?

Nach Angaben des Bayerischen Innenministeriums sind folgende zehn aktive rechtsextremistische Bands in Bayern bekannt: „Burning Hate“ (Oberfranken), „Kodex Frei“ (Kempten), „Eskalation“ (diese aus dem Raum Hof stammende Gruppe hat nichts mit einer gleichnamigen nicht rechtsextremen Band aus Nürnberg zu tun), „Faustrecht“, (Mindelheim), „MPU“ (Raum Hof), „Nordwind“ (Forchheim), „Prolligans“ (Allgäu), „Schanddiktat“ (Dillingen an der Donau), „Sturmtrupp“ (Neuburg an der Donau) und „White Rebel Boys“ (Raum Hof). Die „White Rebel Boys“ waren in der Vergangenheit bei einem Nazirock-Konzert in Ungarn dabei, das von dem rechtsextremistischen Netzwerk „Blood & Honour“ veranstaltet wurde.

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»Die Brandstifter nicht feiern lassen«

Quelle: Junge Welt

Sachsen: Tausende Neonazis zu Festival erwartet. Antifaschisten rufen zu Widerstand auf. Ein Gespräch mit Mirko Schultze

Vom 20. bis 22. April soll im »Hotel Neißeblick« in Ostritz eines der größten Neonazifestivals in Europa mit dem Titel »Schwert und Schild« stattfinden. Was ist dort geplant?

Die Veranstaltung beginnt am 20. April, also an Hitlers Geburtstag. Es soll zunächst einen Liederabend geben. Am nächsten Tag sind dann Konzerte mit einschlägigen Rechtsrockbands geplant, mit Auftritten von Szenebands wie »Kategorie C« oder »Oidoxie« will man mehrere tausend Besucher anlocken. Es wird eine Tattoo-Convention und Kampfsportvorführungen geben, bei der aus zahlreichen Ländern angereiste Nazis sich gegenseitig wehtun wollen.

Viele der angekündigten Bands gehören zur Szene sogenannter Freier Kameradschaften und verstehen sich als Teil der verbotenen »Blood & Honour« Bewegung. So wird etwa die »Lunikoff Verschwörung« spielen, eine Rechtsrockband aus dem Raum Berlin, gegründet von Ex-»Landser«-Sänger Michael Regener.

Der Veranstalter, Thorsten Heise, ist ein bekannter militanter Neonazi, ähnlich wie auch die Redner dort. Traditionell steht auch das Hotel, in dessen Veranstaltungsräume durchaus 10.000 Leute passen, der rechten Szene als Veranstaltungsort zur Verfügung – beispielsweise für NPD- und AfD-Veranstaltungen.

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An diesen Orten trifft sich die Rechtsrock-Szene

Quelle: „Spiegel Online“

Die Zahl rechtsextremer Konzerte hat zugenommen – und ist so hoch wie seit 2005 nicht mehr. Das zeigt eine SPIEGEL-Auswertung. Die Szene bevorzugt den Osten.

Am Geburtstag Adolf Hitlers soll den Besuchern des rechtsextremen Festivals im sächsischen Ostritz braune Vielfalt geboten werden: Glatzköpfige Kickboxer steigen in den Ring, Tätowierer bieten ihre Künste an, begleitet von politischer Agitation einiger NPD-Größen wie Thorsten Heise und Udo Voigt. Mit 750 Besuchern rechnen die Organisatoren der zweitägigen Veranstaltung „Schild und Schwert“ rund um den 20. April. Es könnte eines der größten Events der rechten Szene in diesem Jahr werden. Untermalt wird das Treffen mit dem Kitt der Szene: Rechtsrock.

In dem 2500-Einwohner-Ort im Südosten Sachsens geht die Angst um: Die Bewohner fürchten, dass die Besucherzahlen höher ausfallen könnten. So wie im thüringischen Ort Themar. Dort schlugen im Juli 2017 plötzlich mehr als 6000 Neonazis bei einem Rechtsrockfestival auf.

In Deutschland ist derzeit ein erschreckender Trend zu beobachten: Die Zahl von Neonazi-Musikveranstaltungen hat im vergangenen Jahr stark zugenommen.

Das geht aus Antworten des Bundesinnenministeriums (BMI) auf Anfragen der Linksfraktion hervor, die der SPIEGEL ausgewertet hat. Demnach fanden im vergangenen Jahr 289 Konzerte, Liederabende und andere Veranstaltungen mit Musikbeiträgen statt. Die Zahl ist damit so hoch wie seit 2005 nicht mehr – im Vergleich zum Vorjahr wuchs die Zahl um 30 Prozent. 2016 waren es noch 223 Veranstaltungen.

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Keine Rechts-Handhabe gegen Neonazi-Konzerte in Thüringen

Quelle: mdr

Den rechten Arm nach vorne, die Hand flach ausgestreckt und dazu „Heil! Heil! Heil!“ – mit Hitlergrüßen im Dutzend feierten Neonazis vergangenen Sommer ein Großevent in Südthüringen. Auf einer Bühne Rechtsrockbands und davor tausende Rechtsradikale, das wird es auch in diesem Jahr in Thüringen geben. In Arnstadt, in Themar und anderswo. Warum unternimmt die Politik nichts?

Gänsehautfeeling bei einem Lied für den Gründer der verbotenen Blood and Honour-Bewegung, mit jedem Ton und jeder Note spüre man das wahre Deutschland, das Event ein voller Erfolg. So liest sich ein Bericht im „Frontmagazin“, geschrieben von einem Neonazi über sein schönstes Wochenende im Thüringer Sommer 2017.

Auch diesen Sommer werden wieder zehntausende Neonazis Rechtsrock-Großveranstaltungen in Thüringen besuchen: „Das Verständnis ist nach wie vor nicht vorhanden, so dass diese Veranstaltungen stattfinden können“, sagt die CDU-Abgeordnete Kristin Floßmann. In Ihrem Wahlkreis liegt Themar, ein Städtchen, vor dessen Toren es eine Festwiese gibt, die mittlerweile für zehn Jahre an Neonazis verpachtet wurde.

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Spielraum beim Rechtsrock

Quelle: Neues Deutschland

Nazikonzerte genießen den Schutz der Versammlungsfreiheit. Dagegen regt sich Kritik

Wenn Neonazis Rechtsrock-Konzerte anmelden, nehmen sie dafür in der Regel den Schutz der Versammlungsfreiheit in Anspruch; ungeachtet der Tatsache, dass die Besucher dieser Veranstaltungen anders als bei politischen Kundgebungen üblich Eintritt zahlen müssen und bei diesen Konzerten auch sonst viel Geld umgesetzt wird. Inwieweit solche Eintrittsbeschränkungen und Umsätze mit der im Grundgesetz garantierten Versammlungsfreiheit vereinbar sind, ist aber bislang offenbar nicht abschließend ausgeurteilt worden – obwohl Thüringer Gerichte und Versammlungsbehörden in den vergangenen Jahren immer wieder argumentiert haben, zum deutschen Versammlungsrecht gebe es inzwischen so viele höchstrichterliche Urteile, dass sie keine andere Möglichkeit hätten, als solche Hasskonzerte unter den Schutz des Grundgesetzes zu stellen.

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