„Germanischer Angriffgeist“

Konzert mit vier Bands an bisher unbekanntem Ort in „Mitteldeutschland“ stattfinden.
Mit der lateinischen Losung „Furor Teutonicus“ (Germanischer Angriffsgeist) wird ein Rechtsrock-Konzert am 25. März beworben. Insgesamt sollen vier Bands aufspielen. Neben „Blutzeugen“ aus Dresden werden die 1994 gegründeten „D.S.T.“ (Deutsch Stolz Treue) um Peter Brammann aus Berlin und die zwischenzeitlich inaktive Combo „White Resistance“ aus dem Landkreis Zwickau gelistet.

Ferner wird eine noch nicht benannte weitere Band angekündigt. Ein genauer Ort für das Konzert bleibt ungenannt, es wird von den Organisatoren lediglich „Mitteldeutschland“ als regionale Orientierung angegeben. (hf)

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Im Inneren von „Blood&Honour“

Eine unlängst bekannt gewordenen Veröffentlichung gewährt Einblicke in das Netz der konspirativ agierenden internationalen „Blood&Honour“-Bewegung.

Für bis dato nicht bekannte Einblicke ins Innenleben der „Blood&Honour“-Bewegung in Großbritannien sorgt eine unliebsame Veröffentlichung aus jüngster Zeit. Unlängst hat es ein unfreiwilliges Outing eines über 130-seitigen Fotoalbums aus B&H-Kreisen gegeben, das nun als Leak über das Internet abzurufen ist. Namentliche Zuordnungen der abgelichteten Personen geben auch regionale Bezüge preis beziehungsweise, mit welchen Aufgabenbereichen bestimmte B&H-Aktivisten betraut sind. So besitzt B&H beispielsweise eine eigens aufgestellte und bei Events einheitlich gekleidete Security-Truppe. Im Mutterland der logistischen Organisation für Rechtsrock-Konzerte auf dem gesamten Globus verfügt B&H über beinahe flächendeckende Strukturen.

Es sind nicht nur Porträtfotos von mehreren Dutzend Aktivisten, die jetzt publik gemacht wurden. Vor allem zeigen diese innerhalb ihrer Gemeinschaft umso offener ihre neonazistische Gesinnung. Gleich reihenweise sind Motive mit Hitlergrüßen zu sehen, die posierend gezeigt werden oder als „Stimmungsbarometer“ während der Konzerte betrachtet werden können – fast ausnahmslos in Begleitung sichtbarer alkoholischer Getränke. Und manch ein Abgelichteter ist mit T-Shirts zu sehen, die er wohl sonst nicht in der Öffentlichkeit anziehen würde. Etliche Aufnahmen sind bei den in der braunen Szene Kult besitzenden „Ian Stuart Donaldson-Memorial“-Festivals 2009 und 2016 entstanden.

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„Punk Front“ in Norditalien

21.02.2017 – Mailand – Für den 18. März kündigt die Gruppierung „Punks not red Italia“ ein Musik-Event in der Region Nord-Mailand an – mit dabei ist auch eine Berliner Combo.

Drei Bands, die der Musikrichtung „Rock Against Communism“ (RAC) zuzurechnen sind, wollen am 18. März in der Region Nord-Mailand aufspielen. Als Veranstalter agiert eine Gruppierung namens „Punks not red Italia“.

Angekündigt wird neben den beiden einheimischen Bands „Sumbu Brothers“ (Verona) und „Sud X.T.“ (Palermo) auch die Combo „Punk Front“ aus Berlin. Mit der Textzeile „Wir scheißen auf Rotfront und die verdammte Antifa“ aus ihrem Lied „100 % Hass“ machen sie keinen Hehl aus ihrer politischen Einstellung. Benannt haben die Berliner sich nach einer 1978 kurzzeitig in Großbritannien existierenden gleichnamigen Organisation rechtsgesinnter Punks, die die rechtsextreme National Front unterstützte. (hf)

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(Nicht)Aufklärung mit vielen Fragen

Der Düsseldorfer Wehrhahn-Anschlag im Jahr 2000

Am 27. Juli 2000 soll Ralf S. auf dem S-Bahnhof Wehrhahn per Fernsteuerung und mit Sicht auf die Opfergruppe einen selbst gebauten TNT-Sprengsatz zur Detonation gebracht haben. Am 1. Februar 2017 wurde er in seinem Wohnort Ratingen verhaftet. Der Hauptvorwurf: Zwölffacher Mordversuch – heimtückisch, gemeingefährlich, aus niederen Beweggründen und „in fremdenfeindlicher Absicht“.
Ziel des Anschlags war eine Gruppe Migrant_innen aus der ehemaligen UdSSR, die meisten von ihnen Jüdinnen und Juden. Zehn von ihnen wurden teilweise lebensgefährlich verletzt, das ungeborene Kind einer Frau wurde getötet. Alle besuchten einen Sprachkurs der Bildungseinrichtung ASG, der unweit des S-Bahnhofs auf der Ackerstraße angeboten wurde. Im Gegensatz zu den späteren NSU-Morden und -Anschlägen wurde in den Medien und von führenden Politiker_innen ein rechter Hintergrund als möglich bis wahrscheinlich eingeschätzt.
Nachdem Polizei und Staatsanwaltschaft Anfang Februar 2017 mit reichlich Lob überschüttet worden waren, legten sich während der 52. und 53. Sitzung des Parlamentarischen NSU-Untersuchungsausschusses (PUA) des NRW-Landtags am 7. und 17. Februar dieses Jahres Schatten über das Geschehen. Offen blieb, woran es gescheitert war, dass der mutmaßliche Täter nicht schon viele Jahre früher dingfest gemacht werden konnte. Und welche Rolle die Inlandsgeheimdienste beim Tatkomplex Wehrhahn gespielt haben.

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B&H-Event mit deutscher Handschrift

zur „Verteidigung Europas“ im März sind auch drei Bands aus Deutschland dabei.

Gleich drei deutsche Rechtsrock-Bands wollen Europa verteidigen; (Screenshot)
Wenn am 18. März fünf Bands unter dem Leitmotiv „Defend Europe“ auf die Bühne steigen, dann steckt einmal mehr inhaltlich wie logistisch eine maßgebliche deutsche Beteiligung hinter dem Event. Die Veranstaltung wird beworben für Western Europe, doch im Jahreskalender der international agierenden „Blood&Honour“-Bewegung wird Frankreich als Konzertort benannt. Im online abrufbaren Werbebanner für den Auftritt sind Kontakttelefonnummern angegeben: Zwei mit deutscher Vorwahl, eine mit einer niederländischen – ein durchaus brisantes Detail, ist doch die B&H-Sektion in Deutschland seit dem Jahr 2000 verboten.

Und auch gleich drei deutsche Bands wollen an besagtem Tag Europa verteidigen. Hinter „Division Germania“ steckt Andreas Koroschetz aus Mönchengladbach, der auch mit der „Hammerskin“-Bewegung in Verbindung steht. Aus Chemnitz kommen „Blitzkrieg“, die bereits seit 1999 aktiv sind und bereits 2014 in Finnland bei einem B&H-Konzert mit von der Partie waren. „Heiliger Krieg“ mit Sänger Max Hirsch ist ein Folgeprojekt der schwäbischen Combo „Race War“, deren Mitglieder im November 2006 vom Stuttgarter Landgericht wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung zu Bewährungsstrafen verurteilt wurden.

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Instagram, „Nazikiez“ und „Schwarze Blöcke“

Als wir uns im AIB Nr. 106 die Frage stellten, was von den „Autonomen Nationalisten“ (AN) übrig geblieben ist, stellten wir fest, dass diese losen Zusammenschlüsse immer durch die Dynamik einzelner Ereignisse und die Motivation einiger Personen einen Auf- oder Abstieg erfuhren. Wie relevant und effektiv das Konzept der AN in 2016 ist, und welche Auswüchse diese Subkulturder extremen Rechten jüngst zum Vorschein brachte, soll der folgende Text erläutern.

Wie bereits Anfang des Jahres 2015 festgestellt, dient das Konzept der AN vorrangig aktionsorientierten Neonazis, um sich vor staatlicher Repression zu schützen. AN, das war vor allem subkultureller Habitus, der – wenn auch innerhalb der extremen Rechten nicht unumstritten – reichlich linke Symbolik klaute und durch Provo­kation versuchte, den „Nationalen Widerstand“ zeitgenössischer und jugendlicher wir­ken zu lassen. Erwähnt hatten wir, dass zwar das „Neue“ in den Konzepten der AN zu verschwinden schien, „die Luft raus war“, allerdings innerhalb der Subkultur bereits neue Impulse gesetzt wurden.

Der szene-intern gefeierte Erfolg am 1. Mai 2015 in Saalfeld — als der vielfach propagierte, rechte „schwarze Block“ eine Gruppe Punker unter den Augen der polizeilichen Einsatzkräfte zusammenschlug und sich Scharmützel mit der Polizei lieferte — prägte vor allem die kommende Generation der „Autonomen Nationalisten“, da es dem Konzept Bestätigung gab und den „Straßenkampf-Mythos“ wiederbelebte. Dazu kam das vermehrte Auftreten sogenannter „Nipster“, eine von Journalist_innen kreierte Zuschreibung, welche die Wörter „Nazi“ und „Hipster“ vereint. Charakteristisch für Hipster ist es, sich subkulturelle Symbole, Stil und Codes anzueignen und diese losgelöst von den Werten und Ideen der Subkultur zur Mode zu machen. Dabei müssen die kombinierten Elemente nicht zueinander passen, sowohl farblich als auch ideologisch. „Nipster“ kombinieren nationalsozialistische Ideologie mit neuesten Trends der Jugendkultur, hipper Optik und einem gut durchgestylten Social-Media-Auftritt. Ihre Sehnsucht nach einer vormodernen Zeit wird dabei in moderne Symbole und Zeichen gepackt, ähnlich wie von Teilen der „Identitären Bewegung“ bekannt. Hashtags wie #weib­lichkeitstattfeminismus, #mannbleibtmann, #aufstandwagen oder #NSjetzt stehen dafür exemplarisch.

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Musikalische Töne bei Neonazi Frenck

findet erneut ein brauner Liederabend im Gasthaus zum Goldenen Löwen in Kloster Veßra statt.

„Fremde im eigenen Land“ oder die Abkürzung „F.i.e.L.“ stehen für eine Band und deren Sänger aus Mecklenburg-Vorpommern. Letzterer will am 18. Februar im Gasthaus des Neonazis Tommy Frenck im thüringischen Kloster Veßra zu einem Liederabend auftreten.

Bereits seit knapp zwei Jahren holt sich der gelernte Koch Frenck regelmäßig an den Wochenenden Musiker aus der extrem rechten Szene für Auftritte in die 350-Einwohner-Gemeinde im Landkreis Hildburghausen in Südthüringen. (hf)

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Rechtsrock-Bühne in Sachsen

01.02.2017 – Dresden – Bereits seit längerer Zeit wird für den 18. Februar ein internationales Rechtsrock-Event mit vier Bands beworben.

Die Dresdner Band „Stahlwerk“ ist am 18. Februar dabei; (Screenshot, Facebook)
Die Bühne soll dabei irgendwo in Sachsen stehen. Geplant ist der Auftritt von „Stahlwerk“ aus Dresden sowie „Sachsenblut“ aus Freiberg. Ferner aufgelistet werden die dem „Blood& Honour“-Netzwerk zuzurechnenden „Katastrof“ aus Nordostitalien sowie „Schmeichelstadt“ aus Tschechien.

Für Samstag, den 18. Februar laufen laut „Sächsischer Zeitung“ Planungen, dass in Dresden Neonazis um den stadtbekannten Maik Müller auf die Straße gehen wollen. Das terminliche Aufeinanderfallen könnte dabei durchaus gewollt sein. (hf)

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Neonazi-Rap-Konzert in Kirchheim soll Kassen füllen – Veranstalter gehört zur Szene um Ballstädt

Wir hatten hier seit November 2015 mehrfach darauf hingewiesen, dass die extrem rechte Hausgemeinschaft Jonastal (HJ) und die Angeklagten im Ballstädt-Prozess mit teils erheblichen Erlösen aus Rechtsrock-Konzerten unterstützt werden. Am 4. Februar 2017 soll nun das nächste Neonazi-Event in Thüringen stattfinden, das als „Das erste pure N-Rap Konzert“ angekündigt wird.

Unter dem Motto „Rap am Kreuz“ sollen in der „Erlebnisscheune“ in der Gemeinde Kirchheim im Ilmkreis die Neonazi-Rapper Makss Damage, Mic Revolt und Villain 051 auftreten. Bei einer begrenzen Zahl von 200 Eintrittskarten à 20 Euro könnten bei einem ausverkauften Konzert insgesamt 4.000 Euro zusammen kommen. Das Geld für die Karten sollen auf das Postbank-Konto des Neonazis Steffen Mäder mit der IBAN DE58100100100880313114 überwiesen werden. Mit der gleichen Kontonummer sammelte er für ein Konzert im Februar 2016 schon bis zu 5.000 Euro ein. Das Motto „Rap am Kreuz“ bezieht sich auf den Neonazi-Treffpunkt „Erlebnisscheune“, der von seinem Besitzer 2014 in „Veranstaltungszentrum Das Erfurter Kreuz“ umbenannt wurde. Das entsprechende Transparent am Gebäude schmücken in gelb auf blauem Grund zwei „Krukenkreuze“, wie sie in derselben Farbgebung von dem Holocaustleugner-Netzwerk „Europäische Aktion“ verwendet werden.

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NPD-Liedermacher bei „pro NRW“

16.01.2017 – Leverkusen – Im Kampf gegen die eigene Bedeutungslosigkeit drängt die rechtspopulistische Kleinpartei „pro NRW“ immer weiter nach rechtsaußen. Beim Neujahrsempfang der selbst ernannten „Bürgerbewegung“ trat der Neonazi-Barde Frank Rennicke auf.

Hetzautor Pirincci und NPD-Liedermacher Rennicke als „Stargäste“ bei „pro NRW“; (Screenshot)
Rennicke war einer der beiden „Stargäste“ von „pro NRW“ bei der Veranstaltung am Sonntag im Schloss Morsboich in Leverkusen. Eine Dreiviertelstunde lang durfte der 52-jährige ehemalige Bundespräsidentenkandidat der NPD die „lieben Freunde“, wie er sein Publikum nannte, unterhalten. Am Tag zuvor war er in einem Rahmen aufgetreten, wo man ihn bisher eher vermuten konnte: beim Neujahrsempfang der saarländischen NPD in Saarbrücken.

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Rechtsrock-Ikone als Zugpferd

20.01.2017 – Weidenthal – Die bekannte Neonazi-Sänger Michael Regener hat für den „III. Weg“ eine Parteihymne mit dem Titel „Der 3. Weg marschiert“ eingesungen.

Der frühere Sänger der verbotenen Rechtsrock-Kultband „Landser“ aus Berlin, Michael Regener, besser bekannt unter seinem Szene-Namen „Lunikoff“, soll offenbar das Interesse aus dem rechten Musikspektrum an der rechtsextremen Kleinstpartei „Der III. Weg“ ankurbeln. Neuerdings wird eine Parteihymne mit dem Titel „Der 3. Weg marschiert!“ beworben, die Regener eingesungen hat. Neben Textilien, Kalender, Aufklebern, Büchern, Flugblättern und anderen Utensilien mit dem Partei-Emblem findet sich das Tondokument im Versand des „III. Wegs“, der seinen Sitz in Weidenthal (Landkreis Bad Dürkheim) beim Bundesvorsitzenden Klaus Armstroff hat.

Armstroff war vor der Parteigründung Ende September 2013 bereits als NPD-Funktionär aktiv. „Der III. Weg“, der dazu aufruft, Waren aus Israel zu boykottieren, mobilisiert aktuell zur Teilnahme am Neonazi-Gedenkmarsch am 18. Februar in Würzburg unter dem Motto „Ein Licht für Dresden“. (bnr.de berichtete) Der 51-jährige Regener hatte sich in der Vergangenheit auch von der NPD für Auftritte einladen lassen. (hf)

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Neonazis rappen am „Kreuz“

in der rechten Musikszene. Am 4. Februar soll eine Veranstaltung „Rap am Kreuz“ stattfinden.

Bereits seit Wochen wird die Werbetrommel für ein Konzert am ersten Samstag im Februar gerührt, bei dem die neonazistische Rapper-Szene unter sich ist. Unter dem Titel „Rap am Kreuz“ wollen „MaKss Damage“ (Julian Fritsch) aus Gütersloh, „Mic Revolt“ aus Thüringen sowie „Villain051“ (Patrick Killat) aus Berlin auftreten. Allem Anschein nach handelt es sich um ein weiteres Event im thüringischen Kirchheim (Ilm-Kreis), wo die „Erlebnisscheune“ inzwischen vom Betreiber Rainer K. auch den Namen „Erfurter Kreuz“ verpasst bekommen hat.

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Rechte Klänge unter „Geburtstags“-Etikett

12.01.2017 – Lengenfeld – In Lengenfeld im Vogtland soll am 28. Januar ein privates Musik-Event stattfinden, das unter dem Etikett „Geburtstagsfeier“ läuft.

„Geburtstagsfeier“ mit rechter Musik; (Screenshot)
Als Ort dafür ist das Schützenhaus im sächsischen Lengenfeld angekündigt. Beworben wird der Termin von dem Label FK-Produktion aus Plauen auch auf eindeutig rechtslastigen Internet-Seiten. Die Buchstaben FK stehen hier für Feind-Kontakt.

Am Veranstaltungsort, wo mit der rechtsoffenen Skinhead-Band „Rien Ne Vas Plus“, deren Tonträger auch bei mehreren neonazistischen Online-Versandhändlern auftauchen, und der Combo „Kriegsberichter“ gesellschaftsfeindliche Töne erklingen, soll übrigens schon zwei Wochen später ganz fidel Karneval gefeiert werden. Beide Bands aus Magdeburg erklären sich zwar für unpolitisch, grenzen sich jedoch nicht von rechtsextremen Kontakten ab. (hf)

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Hooligan-Band KC feiert Jubiläum

Die Bremer Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ geht ins zwanzigste Jahr ihres Bestehens. Aus diesem Anlass will sie am 4. Februar ein Konzert im Raum Rastatt geben.

In neonazistischen Musikkreisen wurde der Termin für das Konzert bereits im November beworben, inzwischen macht „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ (KC) ihn selbst auf ihrer Homepage bekannt. Der genaue Konzertort für die Jubiläumsveranstaltung am 4. Februar wird nicht genannt – das übliche Prinzip des Bremer Quintetts. Die baden-württembergische Stadt Rastatt dürfte also eher eine grobe Orientierung für einen Schleusungspunkt sein, bei dem erst unmittelbar vor dem Konzert weitere Details bekannt gegeben werden. Durch die unmittelbare Nähe zur französischen Grenze ist auch ein Auftritt im Nachbarland denkbar.

Kopf von „Kategorie C“ ist Hannes Ostendorf. Über die Bremer Fußball-Hooligan-Szene hat sich der Sänger auch im rechtsextremen Milieu sozialisiert. Er ist der jüngere Bruder des besonders die NS-Zeit und die Wehrmacht glorifizierenden Versandbuchhändlers Henrik Ostendorf. Neben Gründungsmitglied Hannes Ostendorf ist Stefan „Ernie“ Behrens, der mal den Bass oder eine E-Gitarre bedient, seit Ende 2007 in der Besetzung am längsten dabei. Komplettiert wird die Band von den Brüdern Julian (Schlagzeug) und Florian „Flo“ Keil (Bass) sowie Marcel Achstätter (Gitarre), die alle aus der hessischen Band „Hausverbot“, die 2009 aus der Taufe gehoben wurde, dem Ruf von Hannes Ostendorf nach Bremen folgten. Zuvor traten die Musiker aus dem Odenwald öfter als Support bei KC-Konzerten auf. Mit dem Wechsel zu KC wurde es für kurze Zeit ruhig um „Hausverbot“, jetzt sind beide Bands wieder häufiger als Doppelpack zusammen unterwegs. Für den anstehenden Auftritt am 4. Februar sind auch beide Bands angekündigt.

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Braune Geburtstagsparty

03.01.2017 – Großbritannien (Coventry) – Am 28. Januar soll im britischen Coventry eine „Birthday-Party“ mit Rechtsrock-Bands aus Deutschland, Finnland und Schweden stattfinden.
Für das Rechtsrock-Event am 28. Januar in Coventry (West Midlands) ist auch die Stuttgarter Combo „Kommando Skin“ gelistet, die seit 1999 unter dem Namen aktiv ist. Neben einer schwedischen Band wurde zudem die finnische Gruppe „Mistreat“ aus Kouvola eingeladen. Diese hat sich bereits 1988 gegründet. Die Finnen waren am 1. Oktober 2016 der Haupt-Act beim „Hammerfest“ der US-amerikanischen „Hammerskin“-Bewegung in Georgia. (hf)

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Rechtsrockspektakel nahe Rom

20.12.2016 – Italien (Guidonia Montecelio) – Für den 7. Januar ist ein braunes Musik-Event mit einem „Special Guest“ aus Deutschland angekündigt.

In Italien startet am ersten Samstag im Januar das Rechtsrock-Jahr mit einem Konzert in Guidonia Montecelio, einer Vorstadt von Rom. Neben den vier italienischen Bands „Gesta Bellica“ (Verona), „Nativi“, „DDT“ (beide Mailand) und „Hobbit“ (Perugia) wird seit längerem auch ein „Special Guest“ aus Deutschland angekündigt, ohne den Namen preiszugeben. (hf)

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Mildes Urteil gegen Neonazi-Plattenlabel in Memmingen

Betreiber von Oldschool Records für Verbreitung von nur 7 von 88 angeklagten Nazi-Platten verurteilt. Staatsanwaltschaft sieht Mitverantwortung von rechter Musik für rassistische Übergriffe wie in Sömmerda.

Am 15.12. fiel das Urteil gegen den Betreiber des Neonazi-Plattenlabel Oldschool Records (OSR). Benjamin Einsiedler habe sich laut Gericht der Volksverhetzung und dem Verbreiten von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen durch den Vertrieb von Neonazi-CDs schuldig gemacht. Dafür wurde er zur Zahlung von 120 Tagessätzen zu je 40, insgesamt 4800 Euro und einem Bußgeld wegen einem Verstoß gegen das Waffengesetz verurteilt. 1600 Euro seines durch die Straftaten erzielten Gewinnes werden eingezogen. Das urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Staatsanwaltschaft plädierte auf eine etwa doppelt so hohe Strafe und verwies auf die rassistischen Übergriffe in Sömmerda. Musik wie die vom Angeklagten verbreitete sei gefährlich, weil sie zu solchen Taten anstifte. Bei Anklageerhebung sah die Strafverfolgungsbehörde noch bei 88 der 2014 sichergestellten Produktionen – darunter Oldschool Records-Eigenproduktionen – einen volksverhetzenden, Gewalt- und Straftaten billigenden, das Naziregime verherrlichenden oder sonstigen bei Verbreitung strafbaren Inhalt. In manchen der Machwerke wird zum Mord an Juden, Kommunisten oder Schwulen aufgerufen. Teilweise werden verbotene Kennzeichen von Naziorganisationen dargestellt.

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Martialisches „Asgardsrei“-Festival in Kiew

16.12.2016 – Die ukrainische Hauptstadt Kiew steht am Sonntag auf dem Terminzettel von NSBM-Anhängern.

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Geheimnisvolles Neonazi-Event

09.12.2016 – Für Mitte Dezember ist ein nur intern beworbenes zweitägiges Rechtsrock-Spektakel unter dem Namen „The Little Pussy Tour II“ unter höchst konspirativen Umständen geplant.

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Rechtsrock-Spektakel im Advent

08.12.2016 – Der genaue Ort für ein Rechtsrock-Konzert am 17. Dezember wird nicht preisgegeben, beworben wird das braune Ereignis unter dem Titel „White X-mas“ lediglich mit der vagen Angabe auf „Mitteldeutschland“.

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