Verfassungsschutz: Deutsche Neonazis haben Kontakte zu britischen Terroristen

Quelle: Vice-Magazin

Mehrere Mitglieder von „National Action“ sitzen inzwischen in Haft.

Es gibt Urlauber, die ihre Sorgen zu Hause lassen und einfach nur entspannen wollen. Und dann gibt es andere, die ihre allerschlechtesten Qualitäten mit auf die Reise nehmen – nennen wir sie Hasstouristen. Zu letzterer Gruppe gehören die Mitglieder der britischen Neonazi-Gruppe „National Action“, die am 1. Mai 2016 ins sächsische Plauen fuhren. Gemeinsam mit etwa 900 Neonazis nahmen sie an einer Kundgebung der rechtsextremen Kleinpartei „Der III. Weg“ teil. Im Laufe der Veranstaltung attackierten einige der Rechten Polizisten und Gegendemonstranten mit Pyrotechnik, Steinen, Flaschen und Fahnenstangen. Zwei Mitglieder der britischen Gruppe, die gegen Juden, Schwule und Ausländer hetzt, zeigten im gleichen Monat im Krematorium der KZ-Gedenkstätte Buchenwald den Hitlergruß und verbreiteten Fotos davon im Netz.

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Rechte tricksen Hammer Linke, Polizei und Schützen aus

Quelle: wa.de

Hamm – Und wieder war alles ganz anders. 120 Demonstranten demonstrierten am Samstagabend am Kentroper Weg „Gegen Rechtsrock und NS-Verherrlichung“; begleitet wurden sie von rund 40 Polizeikräften. Doch das Objekt der Kritik fand tatsächlich anderswo statt.

Das angebliche Rechtskonzert, das Anlass für die Protestkundgebung gewesen war, fand überhaupt nicht in dem seit einigen Jahren von der rechten Szene angemieteten Teil der ehemaligen Gaststätte „Davis Cup“ statt. Gefeiert und gegrölt wurde seitens der „Nationalisten“ im Clubhaus des Südener Schützenvereins an der Richard-Wagner-Straße. Auch die Polizei und der Staatsschutz erfuhren erst in der Nacht von dem Stellungswechsel – offenbar nachdem Anlieger aus dem Hammer Süden sich gemeldet hatten, dass in ihrem Umfeld rechtsradikale Lieder geschmettert würden.

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Versteckspiel mit schlechter Tarnung

Via Sachsen-Anhalt Rechtsaussen:

Identitärer Rapper Komplott nutzt Proberaum von Magdeburger Rechstrockbands

AfD-Abgeordnete gründeten mit Rechtsrockmusikern und Neonazis eine Burschenschaft
Nachdem im vergangenen Jahr bekannt wurde, dass der Identitäre-Rapper Komplott nicht aus Halle kommt und sich hinter diesem Namen der Neonazi Patrick Bass aus Heidelberg verbirgt, wurde es scheinbar kurz ruhig um den von IB-Faschisten gefeierten Künstler des „identitären Rap“. Nach der Veröffentlichung verließ Bass Berichten zufolge fluchtartig seine Wohnung und löschte verschiedene Accounts in sozialen Medien. Einige Monate später war Komplott wieder bei Instagram und Facebook aktiv. Am 22. Oktober 2017 veröffentlichte der Leipziger Identitäre Alexander „Malenki“ Kleine ein Video mit dem Rapper auf seinem Youtube-Kanal. Zu Beginn, um das folgende Interview anzukündigen, steht Kleine mit seinem Hund auf einem Hinterhof und gibt an „tief irgendwo in Dunkeldeutschland“ zu sein. Im Hintergrund ist die alte Diamantbrauerei in Magdeburg zu erkennen. Wenig später sind Kleine und Bass in einem Bandproberaum zu sehen. Es handelt sich um den Proberaum der Rechtsrockbands Mortuary, Painful Life und Agharta.

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Neonazi-Ritual in Budapest

Quelle: Blick nach Rechts

Budapest – Für das Balladenkonzert am 9. Februar in Budapest zum Auftakt des diesjährigen braunen „Tages des Ehre“ ist der deutsche Liedermacher „Phil“ von „Flak“ angekündigt. Der ursprünglich beworbene Auftritt der Gelsenkirchener Combo „Sturmwehr“ wurde indes abgesagt.

Der jährlich von der rechten Szene Ungarns begangene „Tag der Ehre“ mit jeweils europäischer Beteiligung erfährt zum wiederholten Mal im von der „Blood&Honour“-Sektion Ungarn organisierten Musikprogramm auch einen deutschen Beitrag. Angekündigt wird der Liedermacher „Phil“ von „Flak“ aus dem Rheinland. Der seit längerem beworbene Auftritt der Band „Sturmwehr“ wurde hingegen abgesagt.

Am 9. Februar soll ein Balladenkonzert in Budapest den Auftakt zum diesjährigen Neonazi-Gedenktag bilden. Neben dem Bonner Philipp Neumann von „Flak“ werden die „Dixie Freedom Fighters“ aus Ungarn beworben. Einen Tag später stehen dann mehrere Rechtsrock-Bands auf der Bühne.

Vorgesehen war auch die Gelsenkirchener Combo „Sturmwehr“, doch Bandgründer Jens Brucherseifer sagte den Auftritt jetzt kurzerhand ab – wegen „interner Unstimmigkeiten“. Er fügt hinzu: „Bei Martin und meiner Wenigkeit geht es jedoch trotzdem munter weiter.“ Mit Martin ist Martin Böhne gemeint. Akustik-Auftritte als Duo werden nicht gecancelt. Demzufolge fehlt es der Band vorerst an einem Schlagzeuger, der Part, der zuletzt von Patrick Gerstenberger ausgefüllt wurde.

Zum internationalen Rechtsrock-Programm am 10. Februar in Budapest gehören unter anderem die Bands „Sokyra Peruna“ aus der Ukraine, „Nemini Parco“ aus Spanien sowie „Feher Vihar“ und „Töretlen Hittel“ aus Ungarn.

Beim „Tag der Ehre“ wird alljährlich die Schlacht um Budapest von 1945 unter Beteiligung der deutschen Wehrmacht und der Waffen SS gegen Truppen der Roten Armee heroisiert. Neben den Konzerten gehören ein Gedenkmarsch und eine Gedenkfeier mit zuletzt weit über 1000 Teilnehmern zum Ritual der rechtsextremen Szene. In den vergangenen Jahren nahmen auch Abordnungen von NPD und „Der III. Weg“ an dem braunen Meeting am zweiten Februar-Wochenende teil. (hf)

Quelle

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Rückzugsräume der Szene

Quelle: Endstation Rechts

Immobilien dienen der extremen Rechten seit jeher als wichtige Objekte, sei es für den Strukturausbau oder für Konzerte. Insgesamt verfügt die Szene deutschlandweit über 136 solcher Einrichtungen, auf die sie uneingeschränkt zugreifen kann. Doch offenbar werden nicht alle Immobilien gelistet.

Das Thinghaus in Grevesmühlen dient seit knapp zehn Jahren als Treffpunkt der rechtsextremen Szene
Insgesamt werden in der Kleinen Anfrage der Linken-Abgeordneten Martina Renner 136 Objektive genannt, bei denen Rechtsextreme über eine „uneingeschränkte grundsätzliche Zugriffsmöglichkeit verfügen“, sei es durch Eigentlich, Miete, Pacht oder, so heißt es in der Antwort, ein „Kenn- und Vertrauensverhältnis zum Objektverantwortlichen“. Ein weiteres Kriterium sei die ziel- und zweckgerichtete sowie wiederkehrende Nutzung. Die Erhebung der Daten nach diesen zwischen Bund und Ländern vereinheitlichten Kriterien sei in dieser Form erstmals erfolgt.

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Siehe auch: Braune Hausbesitzer

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„Seit 1992 ein Spitzel“

Quelle: NSU-Watch Brandenburg

Ein Interview mit Rechtsanwalt Christoph Kliesing über den NSU-Untersuchungsausschuss in Potsdam und die Anwerbung des brandenburgischen Neonazi-V-Manns Carsten Szczepanski. Er wurde am 11. Januar 2018 als Zeuge im Brandenburger Untersuchungsausschuss gehört.

Christoph Kliesing kennt den Brandenburger Neonazi-V-Mann Carsten Szczepanski seit 25 Jahren. Als Nebenklagevertreter war der Berliner Rechtsanwalt für den nigerianischen Lehrer Steve Erenhi tätig, der im Mai 1992 in Wendisch-Rietz von Neonazis fast ermordet worden war. Anführer der rassistischen Meute war Carsten Szczepanski, spätestens ab 1994 und bis zu seiner Enttarnung im Jahr 2000 unter dem Decknamen „Piatto“ V-Mann des Brandenburger Verfassungsschutzes. Rechtsanwalt Kliesing hält es für eine dringende Aufgabe des derzeitigen Potsdamer NSU-Untersuchungsausschusses zu klären, ob Szczepanski nicht schon vor 1994 für einen staatlichen Dienst arbeitete. Die bisherige Arbeit des Ausschusses kritisiert er als unzureichend.

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Rechtslastige „Nacht der Subkulturen“

Quelle: Allgäu Rechtsaußen

Im Juni sollen Bands mit rechtsradikalen Verbindungen auf einer Tattoo Convention auftreten. Ein Organisator war Nazi-Skinhead der ersten Stunde. Inzwischen habe er sich einer unpolitischen Szene zugewandt.

»Durch die Tattoo-Convention haben wir viele Menschen an einen Ort zusammengeführt und da wollten wir in diesem Rahmen einfach etwas Gutes tun und diese Chance nutzen«, erklärte Thorsten Krekeler zwei Wochen nach der ersten zusammen mit seiner Frau Michaela Krekeler organisierten Tattoo Convention in der Alsfelder Hessenhalle im Juni 2017 gegenüber Oberhessen Live. Insgesamt zwei Spendenboxen sollen die Veranstalter im letzten Jahr zum Sammeln von Spenden auf ihrem Tattoo Event verteilt haben. Die dadurch gesammelten 800 Euro übergab man öffentlichkeitswirksam der Kinderkrebshilfe Strahlemännchen e.V.

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(mehr…)

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Neonazis passen Journalisten ab

Quelle: Allgäu Rechtsaußen

Neonazis passen Journalisten ab, drohen und tauchen später bei einem davon zu Hause auf.

Am Montag, den 22. Januar, passte mehr als ein halbes Dutzend Neonazis Journalisten an der Außenstelle Memmingerberg des Amtsgericht Memmingen ab. Der Sänger der bekannten Neonaziband Faustrecht, Norbert »Nogge« Lecheler, und Anhänger der rechtsradikalen Skinheadkameradschaft Voice of Anger verfolgten zwei Reporter von Allgäu ⇏ rechtsaußen beim Verlassen des Gerichtsgebäudes während weitere Neonazis sich vor dem Gebäude aufgebaut hatten und photographierten.

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Arisches Blut.mp3

Quelle: taz

Seit Jahren tobt im Reservistenverband ein erbitterter Streit. Es geht um rechtsextreme Musikdateien und die Rolle des Verfassungsschutzes.

BERLIN/SCHWERIN taz | Angenommen, Sie sind Chef. Und dann finden Sie bei einem Ihrer Mitarbeiter Hunderte Dateien rechtsextremistischer Musik. Wollen Sie diesen Mann weiter für sich arbeiten lassen? Nein – oder?
So ein Mitarbeiter soll Thomas K. sein. Er arbeitet für den Reservistenverband in Mecklenburg-Vorpommern. Am 23. Januar 2014 schließen Kollegen eine Festplatte K.s an ihren Computer an, um Fotos zu suchen. Sie können sie nicht finden. Also starten sie eine Software, mit der sich Dateien wieder herstellen lassen. Auf K.s Datenträger taucht ein riesiges Verzeichnis auf, insgesamt über 240.000 Dateinamen. Darin: Adresslisten des Reservistenverbands, Bilder von Verbandsveranstaltungen, private Fotos und Filme, zum Beispiel: Asterix erobert Rom. Nicht die privaten Daten sind brisant. Brisant ist die kaum enden wollende Liste mutmaßlich rechtsextremistischen Inhalts.

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136 Immobilien unter Kontrolle von Neonazis

Quelle: Schaumburger Nachrichten

Vom Gasthaus bis zum Festivalgelände: Rechtsextreme sollen in Deutschland 136 Immobilien kontrollieren. Diese Zahl veranschlagt die Bundesregierung in einem Bericht. Politiker der Linken sprechen von rechtsfreien Räumen für Tausende Neonazis.

Berlin. Das Gasthaus „Goldener Löwe“ im thüringischen Kloster Veßra bietet ganz besondere „Geburtstagsangebote“. An einigen Tagen kosten Schnitzel und Brötchen mit Hackbuletten jeweils „nur 8,88 Euro“. Avancen dieser Art fallen bevorzugt auf den 20. April – den Geburtstag Adolf Hitlers. Der Preis fürs „Führerschnitzel“ spielt auf den ehemaligen deutschen Diktator an. Die „8“ markiert in Neonazi-Kreisen den achten Buchstaben im Alphabet. Zweimal „8“ bedeutet zweimal „H“ – das Kürzel für den Führergruß „Heil Hitler“.

Das weiße, mittelalterlich anmutende Fachwerkhaus, in dem Ex-NPD-Mitglied Tommy Frenck seine Adolf-Hitler-Gedächtnis-Burger anbietet, findet sich auf einer Liste mit 136 Immobilien, über die Neonazis und Rechtsextremisten laut Bundesinnenministerium (Stand: 31. Dezember 2017) frei verfügen und die sie für politische Zwecke nutzen können.

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Persilschein für KC-Auftritt

Quelle: Blick nach Rechts

25.01.2018 – Aachen/Hückelhoven – Das Verwaltungsgericht Aachen hat entschieden, dass ein Verbot eines Auftritts der rechtsextremen Bremer Hooligan-Band „Kategorie C“ (KC) bei den „Outlaws“ im Grenzland zwischen Aachen und Mönchengladbach formal rechtswidrig war.

Die Stadt Hückelhoven (Kreis Heinsberg) hatte Ende April 2017 ein im Ortsteil Baal im Clubhaus des „Outlaws MC Heinsberg“ geplantes Konzert der Band aus Bremen verboten. Das Verbot war nach einer Klage des örtlichen „Outlaws“-Präsidenten vor dem Verwaltungsgericht Aachen in einem Eilverfahren zuerst bestätigt worden. Das Verbot wurde indes in einem Hauptsacheverfahren weiter angefochten. Das Verwaltungsgericht entschied nun, dass die Verfügung formal mangelhaft und nicht ausreichend begründet gewesen sei.

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„Sturmwehr“ im „Zuchthaus“

Quelle: Blick nach Rechts

Hamm – Ausgerechnet am 27. Januar – dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust – soll im „Zuchthaus“ in Hamm ein Neonazi-Konzert stattfinden.

Die Gruppe „haekelclub590 – antifaschistisches jugendbündnis hamm“ weist aktuell darauf hin und hat zugleich die Kopie einer bis dahin nur in der rechtsextremen Szene selbst verbreiteten Einladung publiziert. Schon am 26. Dezember 2017 hatte jedoch eine bekannte Rechtsextremistin aus Ostdeutschland die Ankündigung nach bnr.de-Recherchen öffentlich über den Kurznachrichtendienst Twitter weiterverbreitet. Demnach soll im „Zuchthaus“ ein „Balladenabend“ anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Räumlichkeiten in Hamm stattfinden. Auftreten sollen zwei Musiker der Rechtsrock-Band „Sturmwehr“ sowie ein oder mehrere weitere Musiker unter dem Label „Der Knappe“.

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Entsteht in Memmingen ein Treff für Neonazis?

Quelle: Bayerischer Rundfunk

Um eine privat betriebene Gartenschänke am Gelände des Kleingartenvereins Memmingen rumort es. Vor zwei Jahren wurde das Haus an ein Mitglied der Neonazi-Gruppe „Voice of Anger“ verkauft – auch die Stadt konnte das nicht verhindern.

Eigentlich wollte der Kleingartenverein selbst die Gartenschänke vor zwei Jahren kaufen, doch dafür reichte das Geld nicht. Dann griffen die Mitglieder von „Voice of Anger“ das Angebot auf. Voice of Anger gilt als Skinhead-Kameradschaft, die 2002 in Memmingen gegründet wurde. Seitdem hat sich die Gruppierung innerhalb der rechtsextremistischen Szene etabliert.

Bundesgerichtshof erklärte Verkauf an Skinheads für rechtmäßig
Der Verkauf an die Voice of Anger-Gruppe gefiel daher fast niemandem in Memmingen. Zuerst gab es einen massiven Rechtsstreit zwischen den Rechten und der Stadt. Am Ende entschied der Bundesgerichtshof, und zwar gegen die Stadt.

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Tagung zu rechtsextremistischer Musik in Rostock

Quelle: Nordkurier

Rechtsextremistische Musik ist laut Experten immer schwieriger als solche zu identifizieren. Auf einer Tagung in Rostock diskutieren Fachleute über neue Entwicklungen in der Szene.

Experten aus ganz Deutschland diskutieren am Freitag und Samstag in Rostock auf einer Fachtagung über neue Entwicklungen in der rechtsextremistischen Musikszene. Die Stile der Musik hätten sich ausdifferenziert, dies erschwere es, ihren ideologischen Gehalt zu erkennen, erklärte Musikprofessorin Yvonne Wasserloos von der Rostocker Hochschule für Musik und Theater (HMT).

Zu der Tagung „Rechtsextremismus – Musik und Medien” erwarten die Organisatoren rund 70 Teilnehmer, unter anderem aus Musikwissenschaft und -pädagogik, Politik- und Geschichtswissenschaft.

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NSU-Unterstützer in Franken?

Quelle: Blick nach Rechts

15.01.2018 – In ihren Plädoyers im NSU-Prozess in München wiesen Vertreter der Nebenklage eindringlich auf eklatante Aufklärungslücken hin. Auch der Schwerpunkt Nürnberg mit drei rassistisch motivierten Morden und einem Anschlag rückte noch einmal in den Blickpunkt.

Wenn der NSU-Prozess im Sommer 2018 mit dem offiziellen Fazit endet, für die rechtsextreme Terrorzelle, die zehn Morde, drei Anschläge und zahlreiche Raubüberfälle mit vielen Verletzten, waren im Kern nur Beate Zschäpe sowie die beiden verstorbenen Haupttäter Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos verantwortlich, dann sollten wichtige Hinweise und Indizien, die auf ein breiteres neonazistisches Mitwisser- und Unterstützerfeld verweisen, dennoch nicht in Vergessenheit geraten. Neun Ermittlungsverfahren sind in dieser Sache bei der Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe noch anhängig, kaum jemand aber rechnet damit, dass es zur Anklage kommen wird. Doch wird das Netzwerk nicht enttarnt und ausreichend darüber aufgeklärt, könnten militante Neonazis es als Sieg werten. Der rechte Terror geht weiter.

Kontinuitäten sind ohnehin erkennbar. Auch nach dem Auffliegen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ bildet Bayern das Zentrum rechtsterroristischer Aktivitäten. Von zehn Morden des NSU wurden fünf in dem Bundesland, davon allein drei in Nürnberg verübt. Der erste Sprengstoffanschlag 1999 und die erste Erschießung 2000 fanden hier statt. Letzte Woche ging die Nebenklagevertreterin, Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz, in ihrem Plädoyer vor dem Oberlandesgericht München insbesondere auf mögliche Zusammenhänge zwischen NSU und der Neonazi-Szene der fränkischen Stadt ein. Sie warf die Frage auf, ob es sich bei der Motivation zum Töten nicht nur um Rassismus und Hass, sondern auch um Rache gehandelt haben könnte?

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„Sturmwehr“ im „Zuchthaus“

Quelle: Blick nach Rechts

Hamm – Ausgerechnet am 27. Januar – dem Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust – soll im „Zuchthaus“ in Hamm ein Neonazi-Konzert stattfinden.

Die Gruppe „haekelclub590 – antifaschistisches jugendbündnis hamm“ weist aktuell darauf hin und hat zugleich die Kopie einer bis dahin nur in der rechtsextremen Szene selbst verbreiteten Einladung publiziert. Schon am 26. Dezember 2017 hatte jedoch eine bekannte Rechtsextremistin aus Ostdeutschland die Ankündigung nach bnr.de-Recherchen öffentlich über den Kurznachrichtendienst Twitter weiterverbreitet. Demnach soll im „Zuchthaus“ ein „Balladenabend“ anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Räumlichkeiten in Hamm stattfinden. Auftreten sollen zwei Musiker der Rechtsrock-Band „Sturmwehr“ sowie ein oder mehrere weitere Musiker unter dem Label „Der Knappe“.

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Grüne: Verbotenes Neonazi-Netzwerk organisiert Ostritzer Festival mit

Quelle: Sächsische Zeitung

Zu den Organisatoren des geplanten Festivals „Schild und Schwert“, zu dem die NPD am 20. April, dem Geburtstag Adolf Hitlers, nach Ostritz einlädt, soll auch das verbotene „Blood and Honour“-Netzwerk gehören. Das berichtet die sächsische Partei Bündnis 90/Grüne. Deren Landtagsabgeordneter Valentin Lippmann hatte dazu eine Kleine Anfrage an Sachsens Innenministerium gestellt. „Die Antworten von Innenminister Roland Wöller (CDU) legen offen, dass dem Innenministerium die Zugehörigkeit einiger Bands, Interpreten und Redner beim Neonazi-Festival in Ostritz zum verbotenen ‚Blood and Honour‘-Netzwerk bekannt ist“, schreiben die Bündnisgrünen. „Blood and Honour“ ist ein weltweites Netzwerk von Neonazis, das mit „Combat 18“ auch über einen bewaffneten Arm verfügt. Ziel des Netzwerkes sei es, neonazistische Bands miteinander zu koordinieren und die nationalsozialistische Ideologie zu verbreiten, so die Grünen. In Deutschland ist „Blood and Honour“ seit 2000 verboten.

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Rechtes Gedankengut in sozialen Berufen

Quelle: Emanzipatorische Antifa Potsdam

Vor wenigen Wochen wurde die Öffentlichkeit darauf hingewiesen, dass Personen mit einem rassistisch geprägten Menschenbild in sozialen, staatlich geförderten Einrichtungen in Potsdam tätig sind bzw. waren. Erzieher*innen, die sich nicht von Neonazis abgrenzen können oder wie im aktuellen Fall, Sozialarbeiter*innen, die eng mit der neonazistischen Szene verbunden sind.

Auch wir wollen darauf aufmerksam machen und die Ignoranz, das Hinnehmen dessen bzw. das Stillschweigen der Öffentlichkeit anmahnen. Warum ist das so wichtig? Ein kurzer Rückblick in die letzten 15 Jahre:

In Potsdam und Umgebung liefert der Jugendclub Fahrland ein aussagekräftiges Beispiel für eine mehrjährige akzeptierende Jugendarbeit mit Neonazis. Die Auswirkungen sind noch heute spürbar. So entstand in den Jahren 2005 bis 2010 im Jugendclub Fahrland eine Neonazi-Generation, die zum Teil heute noch aktiv ist. Dazu gehören Personen wie Dustin Sch., einer der Köpfe hinter der Gruppierung “Freies Potsdam”, aber auch Paddy B., Benjamin Oe. [1] und viele weitere.

Der frühere Jugendclubleiter und heutige Geschäftsführer des Treffpunkt Fahrlands e.V. Thomas L. hat in der Vergangenheit die Heranwachsenden lieber in Schutz genommen. Er äußerte während einer Beiratssitzung im September 2007, “dass es in Fahrland mehr Probleme mit Linken als mit Rechten gäbe. Zudem seien die rechten Jugendlichen in seinem Club alle gewaltfrei, würden durch ihre Anwesenheit ‚nicht absichtlich‘ andere Jugendliche verdrängen und ‚uns nicht für ihre Interessen‘ ausnutzen” [2]
Diese weitverbreitete Meinung ist in unseren Augen nicht akzeptabel. Gegenüber Neonazis muss immer klare Kante bewiesen werden, sei es auf der Straße oder im Jugendclub! Verantwortlich dafür sind wir alle!

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Ein Neonazi als Kickboxtrainer

Quelle: Antifa Recherche Potsdam & Umland

Eindrücklich beschreibt die aktuelle Kampagne „Runter von der Matte – Kein Handshake mit Nazis“, wie die neonazistische Kampfsportszene aufgestellt ist und wie wichtig es ist, wachsam zu bleiben, wenn Rassist_innen und Neonazis Kampfsport betreiben. Vorstellungen wehrhafter Männlichkeit und völkisch-rassistisch imaginierter Körperkult – so können Neonazis ihre sportlichen Aktivitäten ideologisch aufladen und sich einen „tieferen“ Sinn einreden.

Gerade Kampfsport oder Kampfkünste sowie Selbstverteidigungstechniken können, durch die Propagierung einer vermeintlichen „Überfremdung“, dem „Schutz des eigenen Volkes“ oder der „Verteidigung“ wahlweise Deutschlands oder Europas, popkulturell und niedrigschwellig politisch instrumentalisiert werden. Unter dem Deckmantel des Sportes können so neonazistische Modelabels Geld verdienen und auf Kampfsportevents der Neonazi- Szene wird sich vernetzt.

Auch in Potsdam sind Ausprägungen dieser Szene, oft gemischt aus Neonazis, Sicherheitsgewerbe und Rocker-Strukturen, zu beobachten. In der Vergangenheit fanden in der Stadt mehrere Events mit Beteiligung dieser Mischszene statt. Aber auch in einem vermeintlich seriöseren Milieu, dem universitären Kontext, ist es Neonazis möglich, sich entsprechend zu betätigen – als Trainer ist beispielsweise der langjährige Neonazi Tom F. im Zentrum für Hochschulsport der Universität Potsdam engagiert. Hier leitet er jeden Dienstag und Freitag Kickbox-Kurse.

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Eine verfestigte Szene

Quelle: Lotta-Magazin

Neonazismus in Hamm – ein aktueller Überblick

Behörden und Lokalmedien sind sich einig: Die Neonazi-Szene im westfälischen Hamm befinde sich auf dem Rückzug. Dabei haben sich lediglich die Schwerpunkte der Szene verschoben. Statt Parteiaufbau setzt man aktuell auf die Festigung einer rechten Erlebniswelt. In keiner anderen NRW-Stadt fanden in den letzten zwei Jahren so viele Rechtsrock-Events statt.

Hamm galt viele Jahre als Neonazi-Hochburg. Diesen Ruf begründete seit 2003 die „Kameradschaft Hamm“ (KSH) mit einer umfangreichen Demonstrationspolitik und zahlreichen Gewalttaten (vgl. LOTTA #43, S. 24-25). Nach ihrem Verbot im August 2012 schlossen sich die Neonazis der Partei „Die Rechte“ (DR) an, die ihnen ein Dach zur Fortsetzung ihrer Aktivitäten bot. Der aktuelle NRW-VS-Bericht bezeichnet den DR-Kreisverband Hamm nun als „deutlich weniger aktiv”. Der Inlandsgeheimdienst begründet seine Einschätzung damit, dass die DR am 3. Oktober 2016 keine Demonstration durchgeführt hat. In den Vorjahren waren bis zu 300 Neonazis zum Einheitstag in Hamm aufmarschiert. Auch 2017 fiel der Aufmarsch aus. Der DR-Funktionär und vormalige KSH-Führer Sascha Krolzig hatte im September sämtliche bereits vorliegenden Anmeldungen für die kommenden sieben Jahre zurückgezogen. Daraufhin meldete der lokale Westfälische Anzeiger: „Demo abgeblasen: Rechte Szene zieht sich aus Hamm zurück.“ Die Polizei Hamm sekundierte, es sei hinsichtlich rechter Gewalt „total ruhig“ geworden.

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