Polnisch-deutsche Aussöhnung auf die extrem rechte Art?

Quelle: Antifa Infoblatt

In Polen finden nationalistische Gruppierungen, (extrem) rechte Parteien und Neonazis immer stärkeren Zulauf.1 Die politische Selbstverortung der rechten und nationalistischen Gruppierungen war hierbei meist offensiv feindlich gegenüber Deutschland und damit auch deutschen potentiellen Bündnispartnern gewesen. Doch in den letzten Jahren gibt es eine neue Entwicklung in Polen. Einige rechte bis neonazistische Gruppierungen, die früher Deutschland als Nachfolger der nationalsozialistischen Besatzungsmacht angriffen, wünschen sich nun, Polen hätte sich mit NS-Deutschland gegen die Sowjetunion verbündet. Die extreme Rechte tritt immer öfter offen neonazistisch auf und sucht vermehrt den Anschluss an die deutschen Gesinnungskameraden.

Erste Annäherungen im RechtsRock

Die ersten extrem rechten polnisch-deutschen Netzwerke gab es in der Neonazi-­Skinheadszene und im „National Socialist Black Metal“ (NSBM). Seit Mitte der 1990er Jahre gab es in Südwestpolen Neonazis, die sich unter dem Label „Blood & Honour“ (B&H) zusammenschlossen und Kontakte nach Deutschland knüpften. Der wegen Mord verurteilte Thüringer NSBM-Aktivist Hendrik Möbus besuchte das polnische Wrocław 1998 direkt nach seiner Entlassung aus der Haft.2 Deutsche RechtsRock-­Bands wie „Brainwash“, „Painful Awake­ning“ und „Kategorie C“ spielen Konzerte in Polen und polnische Neonazibands wie „Legion Twierdzy Wrocław“ (LTW) , „Dark Fury“ oder „Selbstmord“ treten bei deutschen Neonaziveranstaltungen auf. Zuletzt nahmen die Neonazi-Musiker Robert Fudali („Rob Darken“) von „Graveland“ und Jan Peter Kerstin(g) von „Sleipnir“ einen Song zu Ehren des unter polnischen Neonazis Legendenstatus besitzenden 2005 verstor­benen Sängers Mariusz Szczerski „Szczery” von der polnischen Band „Honor“ auf.

Eine Gruppe führender Aktivisten aus dem polnischen „Blood & Honour“-Milieu besuchte im Juli 2017 das RechtsRock-Festival im thüringischen Themar. Diese polnischen Aktivisten kooperieren eng mit Neonazis aus Frankfurt/Oder, welche sich ebenfalls in den Kreisen des in Deutschland verbotenen „Blood & Honour“-Netzwerkes verorten. Hierbei exponiert sich vor allem der reisefreudige Neonazi-Aktivist Michael H., mit dem zusammen die polnischen Neonazis in verschiedenen europäischen Ländern auftauchen.

Der polnische Neonazi Krzysztof Kwiatkowski („Kwiatek”) gilt in Polen als wichtiger internationaler Netzwerker. Er ist Betreiber des Neonazilabels „Strong Survive Records“ und mit diesem in die internationale Produktion von neonazistischer Propaganda eingebunden. Er bewegte sich u.a. in den Zusammenhängen von „Blood & Honour“ und dem rassistischen „Creativity Movement,“3 Er soll laut Berichten polnischer AntifaschistInnen auch Verbindungen in die Kreise der bayerischen „Kameradschaft Süd“ gehabt haben, die einen Terror-Anschlag in München geplant hatten.

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Gesunder Geist, gesunder Körper und 32 Tonnen nicht-verzollter Tabak

Quelle: Runter von der Matte

Informationen und Einschätzungen zum Turnier des „Kampf der Nibelungen“ auf dem „Schild & Schwert“-Festival in Ostritz

Um ein „ultimative Politik Festival“ – wie der Veranstalter das zweitägige Neonazi-Event im April 2018 betitelt – tatsächlich attraktiv wirken zu lassen, muss auch der Aspekt des Kampfsports untergebracht werden.

Dass dafür niemand anderes als die bundesweit bestens vernetzte Neonazi-Kampfsportorganisation „Kampf der Nibelungen“ in Frage kommt, sollte in der extrem rechten Szene spätestens seit Herbst 2017 offensichtlich sein. In Kirchundem in Nordrhein-Westfalen zog das jährlich seit 2013 stattfindende Kampfsportturnier unter dem Label „Kampf der Nibelungen“ an die 800 Neonazis aus ganz Europa an. Ein Novum für solch ein konspirativ organisierte Event im deutschsprachigen Raum und auch ein Zeichen dafür, dass Kampfsport und Fitness nicht nur im gesellschaftlichen Mainstream im Trend liegen, sondern auch in der Neonazi-Szene an Faszination gewinnen konnte.

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Festsaal Kreuzberg sagt Auftritt von Bounty Killer ab

Quelle: Tagesspiegel

Homofeindliche Texte und Aufrufe zu Gewalt an Schwulen – das wollen die Betreiber des Festsaals Kreuzberg nicht dulden. Und sagen das Konzert des Jamaikaners ab.

Das Konzert des umstrittenen Musikers Bounty Killer in Berlin ist abgesagt worden. Grund dafür seien homophobe Äußerungen in seinen Liedern, von denen er sich bisher nicht öffentlich distanziert habe. Das teilte der Festsaal Kreuzberg, in dem die Veranstaltung am 10. Mai hätte stattfinden sollen, am Mittwoch über Facebook mit.

Bounty Killer ist ein jamaikanischer Dancehall-Deejay und sollte in Berlin unter seinem bürgerlichen Namen Rodney Price auftreten. Seine Texte – besonders die älteren – gelten als extrem aggressiv und homofeindlich. Mit Textzeilen wie „Verbrenne schwule Männer, bis sie sich im Todeskampf winden“ tut er nicht nur seine Abneigung gegenüber Homosexuellen kund – er ruft quasi zum Mord an ihnen auf.

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Warum wir nach Ostritz fahren..

Quelle: Undogmatische Radikale Antifa Dresden

Am 20. und 21. April wollen (Neo-)Nazis aus ganz Deutschland, Tschechien und Polen mit einem Festival den Geburtstag Hitlers feiern. Dabei wird zusätzlich zu den üblichen Bands aus dem Blood & Honour Umfeld auch einiges Anderes geboten. Neben Merch und Propaganda gibt es eine Tattoo Convention und bei einem Ableger des Nazi-Kampfsportevents „Kampf der Nibelungen“ kann die eigene Männlichkeit und das archaische Weltbild unter Beweis gestellt werden. Das Nazifestival in Ostritz, bei dem mit mehreren tausend (Neo-)Nazis gerechnet wird, schickt sich an dieses Jahr einer der zentralen Momente, nicht nur für die deutsche (Neo-)Naziszene, zu werden. Dabei sind die Akteure keine Unbekannten. So können wir festhalten, dass wir Ostritz in eine Reihe mit anderen Großveranstaltungen wie den (Neo-)Nazikonzerten in der Schweiz oder Themar stellen können, die auf ein neues Selbstvertrauen innherhalb der Szene schließen lässt. Dieses Selbstvertrauen führen wir zurück auf die Enttabuisierung menschenverachtender Einstellungen und die Normalisierung von rassistischen Übergriffen, Äußerungen und anderen reaktionären Verhaltensweisen, die durch den gesamtgesellschaftlichen Rechtsruck Alltag geworden sind. Obwohl diese Verschärfung unserer Beobachtung nach nicht direkt dazu führte, dass (Neo-)Nazistrukturen großen personellen Zulauf bekommen oder sich in größeren Mobilisierungszahlen niederschlägt, hat sich trotzdem gezeigt, dass (Neo-)Nazis ihre Politik immer selbstverständlicher in öffentlichen Veranstaltungen, im offenen Raum ausleben. Durch solche Events wird es immer niedrigschwelliger möglich ihre internationale Vernetzung voranzutreiben. Einen Anhaltspunkt dafür sehen wir auch in der Absage des (Neo-)Nazikonzerts in Wroclaw, welches parallel zum Schild und Schwert Festival hätte stattfinden sollen. Trotz einiger ideologischer Differenzen, mobilisieren die polnischen (Neo-)Nazis nun nach Ostritz. Diese Nazievents dienen aber nicht nur der Selbstbespaßung, sondern spülen große Mengen an Geld in (Neo-)Nazistrukturen wie zum Beispiel Blood & Honour und schlussendlich in terroristische Strukturen wie den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU).

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Südtiroler Band Frei.Wild: Ein einfaches Identitätsangebot

Quelle: Deutschlandfunk Kultur

Eine Rechtsrock-Band sei Frei.Wild zwar nicht, aber problematisch seien ihre Botschaften allemal. Das sagt Thorsten Hindrichs, Experte für Jugendkulturen. Genau darin liege aber gleichzeitig der deutschlandweite Erfolg der Band.

Frei.Wild ist eine Deutschrock-Band aus der Gemeinde Brixen in Südtirol (Italien). Seit 2002 veröffentlicht die Gruppe Alben, im Jahr 2008 haben sie schließlich ihren Durchbruch, verkaufen massenhaft Platten und spielen in großen Hallen, auch in Deutschland. Auch das neue Album „Rivalen und Rebellen“ ging sofort auf Platz eins der deutschen Charts. Dabei sind Frei.Wild immer wieder gut für Skandale. Kritiker halten sie für rechtsradikal.

Warum sind sie trotzdem so erfolgreich? „Frei.Wild machen ein Identitätsangebot“, sagt Thorsten Hindrichs, der das Forschungsprojekt „Musik und Jugendkulturen“ an der Uni Mainz leitet. „Für Menschen, die darum ringen, wo sie herkommen, wer sie sein wollen und wie das mit ihrer Identität bestellt ist – und da bieten Frei.Wild mit ihrem positiven Bezug auf ihr Heimatkonzept ein sehr einfaches Angebot an.“

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Musikkneipe zeigt klare Kante

Quelle: Der Blick nach Rechts

Gelnhausen – Die Oi!-Band „BirdMountain BootBois“ ist ob ihrer rechtsgerichteten Einstellung inzwischen bei mehreren geplanten Konzerten unerwünscht.

Eigentlich sollte am 15. September in einer Musikkneipe im hessischen Gelnhausen ein Konzert mit den beiden sich selbst der Oi!- und Streetpunkrichtung zurechnenden Bands „BirdMountain BootBois“ (BMBB) aus Alsfeld und „Extrem Unangenehm“ aus Homberg/Ohm stattfinden, was der Betreiber der Lokalität nach Kenntnisnahme der rechtsgerichteten Einstellung zumindest der BMBB- Combo nun ersatzlos gecancelt hat.

Auch der Veranstalter der Alsfelder Tattoo Convention sowie die Konzertorganisatoren aus Neukirchen (Schwalm-Eder-Kreis) hatten zuletzt BMBB aus ihrem Programm genommen (bnr.de berichtete), zu augenscheinlich waren die Kontakte und Verbindungen der Bandmitglieder hinein in die extrem rechte Szene. Nicht zu leugnen ist schließlich die Tatsache, dass BMBB von Subcultural Records betreut wird, einem Nebenprojekt des einschlägigen Labels Oldschool Records von Benjamin E. aus dem Allgäu. (hf)

Quelle

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Braune Kampfsport-Events

Quelle: Der Blick nach Rechts

06.04.2018 – Für den 9. Juni wird mit martialischer Rhetorik eine Kampfsport-Veranstaltung in Sachsen beworben. Kampfpaarungen soll es auch beim „Schild & Schwert-Festival“ Ende April im sächsischen Ostritz geben.

Martialische Kampfsport-Veranstaltung im Juni; (Screenshot)
Ob auf der Matte oder im Ring, reine Kampfsportveranstaltungen der extrem rechten Szene finden immer mehr Zulauf. Das wachsende Interesse spiegelt nun auch ein Event am 9. Juni in Sachsen wider, das den Namen „Tiwaz“ trägt – die nordische Rune für den Gott Tyr als Symbol für Mut, Ruhm und Kraft.

Der genaue Ort der Zusammenkunft wird nicht preisgegeben. Neben Freefight-Kämpfen soll es am 9. Juni auch Boxduelle geben. Für das braune Spektakel wird bereits im Vorwege mit martialischer Rhetorik die Werbetrommel gerührt. Da heißt es beispielsweise „Frauen vergießen Tränen, Männer vergießen Blut!“

„Fleisch aus Stahl geschaffen“

Mehrere rechte Szenelabel, die Sportbekleidung und entsprechende Ausrüstung anbieten, unterstützen die Organisatoren. Dazu gehören Black Legion (Martin Seidel, Cottbus), Greifvogel Wear (Sebastian Raack, Lindenau), Pride France (Tomasz Szkatulski aus Frankreich) und Wardon. Ebenfalls werden die auch von den „Hammerskins“ mitorganisierte Veranstaltungsreihe „Kampf der Nibelungen“ aus dem Raum Dortmund sowie der Sonnenkreuzvertrieb von Frank Kraemer aus Eitorf als Unterstützer genannt. Auch Wardon mit seiner Maxime des sportlichen Körperkults in Anlehnung an den Nationalsozialismus bedient sich der martialischen Sprache und schreibt auf seiner Facebook-Seite: „Für Wardon ist es eine Selbstverständlichkeit, dort Unterstützung zu leisten, wo Fleisch aus Stahl geschaffen wird.“ Pride France-Gründer Szkatulski, selbst Kampfsportler, kündigt bereits an: „Pride France come with fighter“.

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Juristisches Nachspiel für Neonazi-Bands

Quelle: MDR Thüringen

„Sieg Heil“-Rufe, verfassungsfeindliche Kennzeichen und volksverhetzende Texte: Einige rechtsextreme Bands müssen nach ihrem Auftritt in Themar mit Konsequenzen rechnen.

Das rechtsextreme Großkonzert Mitte Juli 2017 in Themar hat für einige der beteiligten Bands juristische Folgen. Eine Sprecherin des Amtsgerichts Hildburghausen sagte, gegen den Sänger der Neonazi-Band „Blutzeugen“ sei ein Strafbefehl in Höhe von 1.500 Euro wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ergangen. Der Dresdner habe dagegen Einspruch eingelegt, ein Verhandlungstermin stehe noch nicht fest. Nach MDR-Informationen soll Laszlo K. während des Auftritts seiner Band mehrfach die Worte „Sieg Heil“ im Refrain eines Liedes gesungen haben.
Auch gegen den Sänger der rechtsextremen Band „Stahlgewitter“ ist laut Amtsgericht im Zusammenhang mit dem Konzert Anklage wegen Volksverhetzung in zwei Fällen erhoben worden. Daniel Giese soll während des Auftritts zwei Lieder mit volksverhetzenden Inhalten gesungen haben. Auch in diesem Fall steht der Prozesstermin noch nicht fest.

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Bürgermeister wehren sich gegen Neonazi-Festival

Quelle: Spiegel Online

„Wer Menschenrechte infrage stellt, ist hier nicht willkommen“: Am Geburtstag Adolf Hitlers soll ein Neonazi-Festival im Osten Sachsens stattfinden. Dagegen protestieren jetzt 40 Bürgermeister.

„Wir wollen und wir brauchen in der Oberlausitz kein rechtsextremes Festival! Nicht in Ostritz, nicht anderswo! Wer Menschenrechte infrage stellt, Bezüge zu einem verbrecherischen System herstellt, wer Demokratie und Pluralismus bekämpft – der ist hier nicht willkommen, dem soll unsere Region kein Zuhause werden“, heißt es unter anderem.

Die Erklärung wurde auch dem sächsischen Regierungschef Michael Kretschmer (CDU) überreicht, der im Landkreis Görlitz unterwegs war. Kretschmer hatte sich bereits vor ein paar Tagen dafür ausgesprochen, das Rechtsrockfestival nicht tatenlos hinzunehmen.

Zu dem Festival auf einem Privatgrundstück werden 800 Teilnehmer erwartet. Die Zahl rechtsextremer Konzerte in Deutschland hat zuletzt stark zugenommen und ist so hoch wie seit dem Jahr 2005 nicht mehr.

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Juristisches Nachspiel für Neonazi-Bands

Quelle: mdr Thüringen

„Sieg Heil“-Rufe, verfassungsfeindliche Kennzeichen und volksverhetzende Texte: Einige rechtsextreme Bands müssen nach ihrem Auftritt in Themar mit Konsequenzen rechnen.

Das rechtsextreme Großkonzert Mitte Juli 2017 in Themar hat für einige der beteiligten Bands juristische Folgen. Eine Sprecherin des Amtsgerichts Hildburghausen sagte, gegen den Sänger der Neonazi-Band „Blutzeugen“ sei ein Strafbefehl in Höhe von 1.500 Euro wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ergangen. Der Dresdner habe dagegen Einspruch eingelegt, ein Verhandlungstermin stehe noch nicht fest. Nach MDR-Informationen soll Laszlo K. während des Auftritts seiner Band mehrfach die Worte „Sieg Heil“ im Refrain eines Liedes gesungen haben.
Auch gegen den Sänger der rechtsextremen Band „Stahlgewitter“ ist laut Amtsgericht im Zusammenhang mit dem Konzert Anklage wegen Volksverhetzung in zwei Fällen erhoben worden. Daniel Giese soll während des Auftritts zwei Lieder mit volksverhetzenden Inhalten gesungen haben. Auch in diesem Fall steht der Prozesstermin noch nicht fest.

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Themar: Anmelder geht juristisch gegen Konzert-Verbot vor

Quelle: mdr

Der Anmelder des rechtsextremen Konzerts Anfang Juni in Themar geht juristisch gegen das Verbot vor. Ein Sprecher des Verwaltungsgerichts Meiningen sagte am Mittwoch auf Anfrage von MDR THÜRINGEN, ein entsprechendes Schreiben liege dem Gericht seit wenigen Tagen vor. Vor einer Entscheidung müsse aber zunächst der Landkreis Hildburghausen zum Widerspruch des Anmelders Stellung nehmen.

Mitte März hatte der Landkreis das zweitägige, als politische Versammlung angemeldete Rechtsrock-Konzert verboten und die Entscheidung mit dem Bundesnaturschutzgesetz begründet. Danach ist es verboten, streng geschützte Vogelarten während der Fortpflanzungs- oder Aufzuchtzeiten erheblich zu stören. Konkret geht es dabei vor allem um drei Vogelarten: Blaukehlchen, Bekassine und Schlagschwirl. Die Tiere leben in einem Biotop nahe der Wiese, die die Rechten für ihre Konzerte nutzen wollen. Der Landkreis bezieht sich dabei auf Paragraf 44 des Bundesnaturschutzgesetzes. Dies sei bei dem geplanten Konzert am 8. und 9. Juni gegeben.

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Neonazi-Festival im sächsischen Ostritz

Quelle: Exakt

Ausgerechnet am 20. April wollen sich Rechtsextremisten in dem Ort an der polnischen Grenze treffen. Ein Hotelbetreiber mit Kontakten in die rechte Szene stellt sein Grundstück zur Verfügung. Wer ist Hans-Peter Fischer?

An der deutsch-polnischen Grenze – im ostsächsischen Ostritz – wollen sich ausgerechnet am 20. April Rechtsextremisten aus dem ganzen Bundesgebiet treffen. Am Geburtstag Hitlers soll es auf dem Gelände des Hotels „Neißeblick“ Rechtsrockkonzerte, Reden einschlägiger Neonazis und Kampfsport-Veranstaltungen geben. In der Gemeinde herrscht Unverständnis für den Hotelbetreiber, auf dessen Grundstück das Ganze ablaufen soll.

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Fall „Combat 18“ wieder vor Gericht

Quelle: Frankfurter Rundschau

Ein mutmaßlicher Neonazi aus Hessen muss sich in Bayern wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten. Der Mann soll mit Schusswaffen trainiert haben.

Die Schießübungen einer Gruppe Neonazis in Tschechien im Herbst vorigen Jahres sind erneut Thema vor Gericht: Am 24. April muss sich Tobias V. aus Hessen vor dem Amtsgericht im bayerischen Hof verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann aus Homberg (Efze) das „unerlaubte Verbringen von Munition in den Geltungsbereich des Waffengesetzes“ vor, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Reiner Laib der FR auf Anfrage. Laut Anklage soll V. 24 Patronen nach Deutschland mitgebracht haben. Er ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht vorbestraft.

Eigentlich sollte bereits am 13. März gegen V. verhandelt werden, der Angeklagte erschien aber nicht vor Gericht. Deswegen wurde er mit Haftbefehl gesucht – und schon am Tag danach an seiner Arbeitsstelle festgenommen. Das teilte Richter Hubert Pürner der FR mit. Inzwischen sei V. aber wieder auf freiem Fuß. Bei der Verhandlung am 13. März war ein weiterer Angeklagter aus Nordhessen zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

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(Ex)Polizist vor Gericht

Quelle: Antifa Infoblatt

Der Berliner Geschäftsmann, Neonazi und frühere Polizeikommissar Andreas Tanjsek beschäftigt seit zehn Jahren diverse Gerichte. Wie das AIB berichtete gehörte er zum Umfeld der Berliner Neonazi-Band „Deutsch, Stolz, Treue“ (D.S.T.).

Dass er seit September 1990 im Poli­zeidienst des Landes Berlin stand, schien ihm hierbei kaum Probleme zu bereiten. Er soll bundesweit auf Szene-Veranstaltungen gewesen sein. Laut Ermittlungen seiner Kollegen u.a. im August 2004 auf einem Konzert in Suhl und im Januar 2006 bei der Geburtstagsfeier eines RechtsRock-Musikers. Erst 2007 durchsuchte die Polizei seine Wohnung, da er im Verdacht stand als Layouter an der RechtsRock-CD „Gift für die Ohren“ mitgewirkt zu haben. In sämtlichen Räumlichkeiten fanden die Beamten Devotionalien der rechten Szene. Darunter RechtsRock-CDs, Kleidungsstücke mit Aufdrucken von D.S.T. sowie gerahmte Abbildungen von Adolf Hitler, Rudolf Heß und Horst Wessel.

Auch die Wohnung seiner Lebensgefährtin, der früheren Berliner NPD-Funktionärin Micha­ela Zanker, war von der Polizei-Razzia betroffen. Hier wurden zahlreiche Fotos sichergestellt. Die Bilder zeigen Versammlungen von Neonazis. Tanjsek war auf einigen Fotos erkennbar. Er war u.a. vor einer Hakenkreuz­fahne bzw. eine solche Fahne haltend foto­grafiert worden. Die daraufhin gegen ihn geführten Ermittlungen wurden eingestellt, weil sich ein Inlandsbezug nicht nachweisen ließ.

Durch ein Urteil des Landgerichts Berlin von 2011 wurde Tanjsek im CD-Produktions-Prozess freigesprochen, weil die Lieder auf der CD keine strafrechtlich relevanten Texte enthielten. Auch Ermittlungen wegen seiner rechten Tätowierungen wurden von der Staatsanwaltschaft Berlin 2008 eingestellt. Nach der Razzia kassierte er eine geringe Geldstrafe, ein „Verbot der Amtsausübung“ und im September 2007 eine vorläufige Dienstenthebung ohne Kürzung der Dienstbezüge.1 Die Geldbuße wurde wegen einer ungenehmigten Nebentätigkeit als Firmen-Gesellschafter im Handel mit „Paintball“-Zubehör über die Firma „Mc Paintball East-­Group-Germany GbR“ verhängt.

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Schweiz: Messerangriff durch Unterstützer der „Hammerskins“

Quelle: Antifa Infoblatt

In der Nacht vom 17. auf den 18. Nov­ember 2017 kam es in Locarno (TI) zu einer tätlichen Auseinandersetzung. Das Opfer trug eine Schnittverletzung davon. Der 25-jährige Angreifer Mischa K., ein in der Region bekannter Neonazi, ist dem Umfeld der „Hammerskins“ zuzurechnen.

Die Auseinandersetzung nahm ihren Anfang vor einer Bar in der Locarner Innenstadt nahe der malerischen Piazza Grande. Der mit Bomberjacke bekleidete und eindeutige Embleme tragende Mischa K. wurde von Gästen darauf aufmerksam gemacht, dass Neonazis in Locarno nicht erwünscht seien, was zu einem Wortgefecht führte. Auf der Piazza Grande ist der Streit schließlich eskaliert, Mischa K. zückte ein Messer und verletzte einen Anwesenden nahe dem Hals. Auf der Klinge der Tatwaffe, welche später gefunden wurde, waren ein Hakenkreuz und die Inschrift „Sieg Heil“ eingraviert.

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Fachtag: Rechte Musik – Marschmusik am rechten Rand

Quelle: Der Blick nach Rechts

Die braune Musikindustrie beschränkt sich heute nicht mehr nur auf den klassischen Rechtsrock-Bereich. In den letzten Jahren wurde das Segment rechter Musikstile zunemend erweitert, um auch verstärkt andere Zielgruppen zu erreichen. Die Fachinformationsstelle Rechtsextremismus München (Firm) zu einem Fachtag zum Thema „rechte Musik“ ein. Hierbei sollen die einzelnen Musikgenres mit ihren Protagonistinnen und Protagonisten sowie deren Verbindungen zu verschiedenen Neonazi-Gruppierungen genauer betrachtet werden.

Mittwoch, 18. April, 9.00 bis 16.00 Uhr

Ort: Feierwerk Orangehouse, Hansastraße 39, 81373 München

Anmeldungen bis zum 10. April 2018 an: firm@feierwerk.de

Nähere Infos

Termin:
18.04.2018 09:00 – 16:00

Quelle

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Debatte um Nazi-Treff in Wurzach

Quelle: Allgäu Rechtsaussen

Petition fordert konsequentes Einschreiten der Behörden gegen Veranstaltungen in Neonazi-Immobilie. Zeitgleich sagt Stadt Bad Wurzach nach Gegenwind aus der CDU eine Informationsveranstaltung über die rechtsradikale Szene ab.

»Wir mussten in den vergangenen Jahren auch hier in der Region viel zu oft erleben, zu welchen Taten rechte Gruppen und Einzelpersonen fähig sind, wenn man ihrer rassistischen und menschenfeindlichen Propaganda freien Lauf lässt«, erklärte die Initiative gegen Rassismus Westallgäu am Donnerstag.

Deshalb unterstütze die Initiative, die nach ihrer Selbstdarstellung für ein gleichberechtigtes und solidarisches Miteinander aller Menschen eintritt, eine am Mittwoch vom Bündnis Links im Allgäu (LiA) gestartete Petition unter dem Titel »Kein Nazi-Treff in Wurzach« und ruft zur Teilnahme und Unterstützung auf:

»Weder in Talacker noch sonstwo in der Region dürfen wir zulassen, dass sich rechte Strukturen ausbreiten und verfestigen und somit die Grundlage für weitere Gewalt und Hetze gelegt wird.«

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Antisemitismus: Die dunkle Seite des deutschen Rap // Doku

Quelle: Juice

Rapper kokettieren, übertreiben, pauschalisieren – das ist legitim und dient dem Unterhaltungszweck. Aber, gerade auch im Straßenrap, wird der Interpretationsspielraum dieser Stilmittels oft offen gelassen. Neben (leider üblichen) Sexismen, die Frauen gerne zu »Bitches« degradieren, oder Homophobie, kombinieren deutsche Rapper gerne mal Geld, Juden und damit verbundene Stereotypen. »Ich leih dir Geld – doch nie ohne ’nen jüdischen Zinssatz, äh Zündsatz«, rappt Kollegahs langjähriger Label-Kollege Favorite etwa auf »Sanduhr« vom 2014er-Album »King«. Auch Haftbefehl, Celo und Abdi oder Massiv haben ähnlich provozierende Lines, die nicht selten zu Kontroversen führten. Es bleibt die ewige Frage, ob derartige Aussagen die Freiheit der Kunst nur an eine moralische Grenze treiben oder doch überschreiten. »Die Diskussion über Antisemitismus im deutschsprachigen Rap dreht sich überwiegend um gewisse Codes in Raptexten, bei denen allerdings nicht immer klar ist, ob sie seitens der Sprechenden das transportieren sollen, was die Kritisierenden verstehen wollen«, schrieb Marcus Staiger in einem Essay für die Bundeszentrale für politische Bildung.

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Zur Doku geht es hier: Die dunkle Seite des deutschen Rap

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Extrem rechte Umtriebe in der Oberpfalz: Die „Prollcrew Schwandorf“

Quelle: Störungsmelder

Unter dem Namen „Prollcrew Schwandorf“ firmiert in der Oberpfalz seit 2012 eine Gruppierung, die sich nach Kräften als unpolitisch inszeniert. Dabei nimmt die Vereinigung seit mehreren Jahren regelmäßig an einschlägigen neonazistischen Aktionen teil.

Militant und sportbegeistert: Mit diesem Profil präsentiert sich eine Gruppierung namens „Prollcrew Schwandorf“ auf Facebook. „Wir stehen auf Fußball und Gewalt“, heißt es dort, „auf Freundschaft und Zusammenhalt.“ Ihrem Selbstbild folgend handelt es sich um eine unpolitische Vereinigung, die eine gemeinsame Leidenschaft für Sport teilt. Dies verbinde sie mit regelmäßigen Freizeitaktivitäten sowie mit gelegentlichen Auslandsreisen, insbesondere in verschiedene europäische Staaten. Auf den ersten Blick unterscheidet sich ihr Auftreten kaum von dem anderer Organisationen dieser Art, die die sozialen Netzwerke zur eigenen Profilierung entdeckt haben.

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Keine Terrorermittlungen gegen Neonazigruppe

Quelle: Frankfurter Rundschau

Die Neonazi-Gruppe „Combat 18“ ist seit 2013 in Deutschland aktiv. Der Generalbundesanwalt ermittelt derzeit jedoch nicht. Linken-Abgeordnete Renner warnt davor, die Gefahr zu unterschätzen.

Der Generalbundesanwalt ermittelt derzeit nicht gegen mutmaßliche Mitglieder der Neonazi-Gruppierung „Combat 18“ wegen der Bildung einer terroristischen oder kriminellen Vereinigung. Das geht aus einer Antwort des Bundesjustizministeriums auf eine Frage der Linken-Bundestagsabgeordneten Martina Renner hervor. Das Schreiben liegt der Frankfurter Rundschau vor. „Combat 18“ steht in der Neonaziszene international für den bewaffneten Arm des hierzulande verbotenen Netzwerks „Blood and Honour“. Die Zahl 18 verweist auf den ersten und achten Buchstaben des Alphabets und damit auf die Initialen Adolf Hitlers.

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